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Alexander „Schalli“ Schallenberg heisst der neue Bundeskanzler von Kurzschen Gnaden.

Die Grünen hatten von der ÖVP eine „untadelige“ Person für die Funktion des Bundeskanzlers gefordert. Sie wollen „gemeinsam verantwortungsbewusst handeln“ und betonten, dass sie zu allen mit der ÖVP vereinbarten Projekten stehen. Das würden sie auch umgekehrt werten.

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Haben Sie bekommen, was sie sich gewünscht haben.

Einen (unt)adeligen(?) Bundeskanzler?

Nibelungentreue oder Kadavergehorsam

Bereits in seinem ersten Statement macht der neue Kanzler klar:

„Ich werde selbstverständlich mit Sebastian Kurz eng zusammenarbeiten. Alles andere wäre demokratiepolitisch absurd.Zudem halte ich die im Raum stehenden Vorwürfe für falsch und bin überzeugt davon, dass sich am Ende des Tages herausstellen wird, dass an ihnen nichts dran war.“

In seiner Antrittsrede im Parlament bezeichnet er den Misstrauensantrag gegen kurz als „mutwillig“ und meint: die Untersuchungen gegen Sebastian Kurz sind „falsch“. Und er setzt auch eine dementsprechende Handlung, indem er den von Meinl-Reisinger übergebenen Durchsuchungsbefehl einfauch auf den Boden wirft.

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Er dokumentiert damit bedingungslose Gefolgschaft und leistet einen bedenklichen „Treueschwur“.

indem er sagt, dass die Vorwürfe falsch sind, führt er den Feldzug gegen die unabhängige Justiz fort.

Er bestätigt damit die im Vorfeld geäusserten Vorurteile, dass er nichts weiter als eine Marionette des Ex-Kanzlers sein wird und dieser in seiner neuen Funktion als Klubobmann auch in Zukunft als „Schattenkanzler“ agieren will.

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Dass der Leiter des Kanzlerbüros und engster Vertrauter von Kurz, Bonelli, weiterhin sein Amt ausüben wird, zeigt, dass sich am „System Kurz“ nichts ändern wird.

Was aber auch nicht wirklich verwunderlich ist.

Ist der „Neue“ doch langjähriges Mitglied der türkisen Familie.

Er hat auch beste Kontakte zu Schmid aus der gemeinsamen Zeit als Pressesprecher bei Spindelegger, Er weisst in einer Pressestunde auch explezit darauf hin:

„Man vergisst, was ich vorher gemacht habe. Ich war 2013 in der Stabsstelle für politische Planung beim damaligen Aussenminister Kurz und wir haben von Tag 1 an als die türkise Bewegung begonnen hat. Ab Frühsommer 2015 war ich mit dabei und hab teilweise sozusagen die Papiere mitformuliert. Das unterschätzt man vielleicht aber ich bin da eindeutig Überzeugungstäter.“

Damit nicht überraschend dass er auf die Frage betreffend die Marinemission Sophia:

„Wie soll mit Migranten in Seenot im Mittelmeer weiter umgegangen werden?

mit:

„Das ist eine militärische Operation und nicht eine humanitäre Operation“

Übersetzt für Menschen, die nicht zur türkisen Familie gehören:

Lieber Menschen sterben lassen, als Leben retten!

oder aber noch drastischer – ersaufen lassen!

In der ZiB2 sagt der neue Kanzler zu den Zuständen in Moria:

„Eine Minderheit an Staaten wollen verteilen. Hypothetisch gesprochen: Wir leeren morgen das Lager. In ein paar Monaten haben wir wieder 13.000 Menschen in Moria. Das kann ich Ihnen garantieren. Das ist eine Endlosschleife.“

Und zur Rettung von Kindern aus dem abgebrannten Lager „Moria“ sagte er:

"Das „Geschrei nach Verteilung“ könne nicht die Lösung sein."

Er war es auch, der die afghanische Botschafterin vorgeladen hat, nachdem sie vor den Taliban warnte und sich gegen Abschiebungen nach Afghanistan ausgesprochen hatte.

In diesem Konnex ist wohl auch seine Haltung im Zuge der jüngsten Afghanistangeschehnisse und der Machtübernahme durch die Taliban zu sehen:

Er will die Taliban „an ihren taten messen“.

Selbst seiner Freude über der UN-Atomwaffenverbotsvertrag verleiht er auf sonderbare Art und Weise Ausdruck.

Er lässt ein Video produzieren.

Man könnte auch sagen: Er lässt die Bombe platzen. Direkt über Wien.

Noch vor einigen Tagen hat er persönlich garantiert und unterschrieben:

Eine ÖVP-Beteiligung in dieser Bundesregierung wird es ausschliesslich mit Sebastian Kurz an der Spitze geben.

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Daraus ergibt sich wohl folgender Schluss:

Der Bundeskanzler heisst zwar jetzt Schallenberg, aber an der Spitze dieser Regierung steht nach wie vor der Puppenspieler Sebastian Kurz.

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hpummer

hpummer bewertete diesen Eintrag 12.10.2021 15:15:44

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