Es gibt Momente in der Wissenschaft, die erst Jahrzehnte später ihre volle Bedeutung entfalten. Einer dieser Momente liegt im Jahr 1941, mitten im Zweiten Weltkrieg, als ein deutscher Meteorologe namens Hermann Flohn etwas tat, das heute wie eine historische Zäsur wirkt:
Er beschrieb den menschengemachten Klimawandel.
Nicht als vage Vermutung.
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Danke!
Nicht als philosophische Spekulation.
Sondern als wissenschaftliche Analyse, die ihrer Zeit weit voraus war.
Ein Forscher, der seiner Zeit 80 Jahre voraus war
Flohn arbeitete beim Deutschen Wetterdienst, analysierte atmosphärische Daten und stellte fest, dass die Industrialisierung die Zusammensetzung der Atmosphäre verändert.
Er schrieb sinngemäß:
"Die Verbrennung fossiler Brennstoffe erhöht den CO₂‑Gehalt der Luft und wird das Klima langfristig verändern."
Das war 1941.
Zu einer Zeit, als es weder die Keeling‑Kurve gab, noch globale Messnetze, noch Satelliten, noch Klimamodelle.
Flohn erkannte den Treibhauseffekt aus physikalischen Prinzipien, nicht aus Computermodellen.
1948–1950: Die ersten modernen Klimawandel‑Analysen
Zwischen 1948 und 1950 veröffentlichte Flohn Arbeiten, die heute als die ersten systematischen Untersuchungen des anthropogenen Klimawandels gelten.
Er schrieb über:
den Anstieg des CO₂‑Gehalts, die globale Erwärmung, die besondere Empfindlichkeit der Arktis, die langfristigen Risiken für Landwirtschaft und Wasserverfügbarkeit, die Notwendigkeit internationaler Zusammenarbeit.
Mit anderen Worten:
Flohn formulierte bereits damals die Grundpfeiler dessen, was heute im IPCC steht.
Die Arktis als Frühwarnsystem – schon 1941
Flohn erkannte früh, dass die Arktis sich schneller erwärmen würde als der Rest der Welt. Er beschrieb die Rückkopplungen, die wir heute „Arctic Amplification“ nennen:
weniger Eis → mehr Absorption → mehr Erwärmung
veränderte Zirkulation → veränderte Niederschläge
instabile Wetterlagen → Extremereignisse
Das war nicht nur visionär.
Es war physikalisch korrekt — und wurde später durch Messdaten bestätigt.
Flohn zu Exgtremwetterlagen
Er sagte schon 1941 voraus:
Häufigere und stärkere Hitzeperioden, Zunahme von Starkregen und Überschwemmungen, Häufigere atmosphärische Blockaden, Verstärkte Stürme und Zyklonen und zu extremen Wintern
Klimawandel bedeutet nicht nur Erwärmung — sondern auch extreme Winter durch gestörte Zirkulation.
Kaltluftausbrüche durch gestörte Polarzirkulation, extreme Winter als Folge von Blockaden, mehr Schnee in bestimmten Regionen trotz globaler Erwärmung
Warum diese Geschichte heute wichtig ist
Weil sie zeigt:
Klimaforschung ist nicht neu., Klimawandel ist keine Erfindung der Grünen. CO₂‑Erwärmung ist seit 150 Jahren bekannt — und seit 80 Jahren in Deutschland wissenschaftlich beschrieben.
Die Behauptung der Klimawandel sei eine Erfindung um uns zu knechten ist somit falsch. Flohn war einer der ersten, die verstanden: Klimawandel ist menschengemacht, global und gefährlich.
Und er sagte das 1941, als die Welt mit völlig anderen Problemen beschäftigt war.
Und er sagte etwas, das wir heute, 80 Jahre später in voller Breite sehen. Soviel zu Klimamodellen die nicht funktionieren, man kann es nicht vorhersagen etc. pp. Während in Berlin Bomben herunter gingen hatte er nichts besseres zu tun, als sich mit dem Klima zu beschäftigen.
Wer es nicht glaubt oder wiederlegen möchte, hier seine erste Arbeit: „Die Tätigkeit des Menschen als Klimafaktor“ (1941).
Es ist eine fast schon tragikomische Ironie der Klimadebatte:
Während die AfD heute mit großem Getöse behauptet, ein kalter Winter sei ein „Beweis gegen den Klimawandel“, hat Hermann Flohn – deutscher Meteorologe, Klimaforscher, und seiner Zeit um Jahrzehnte voraus – bereits in den 1940er Jahren erklärt, warum genau solche Winter eine Folge des Klimawandels sein können.
Nicht nur Hitzeextreme, Starkregen, Stürme und atmosphärische Blockaden, sondern auch extreme Winter gehören zu den Phänomenen, die Flohn als Konsequenz einer gestörten Zirkulation beschrieben hat.
Er hat damit alles, was wir heute beobachten, wissenschaftlich vorweggenommen.