Der Fall Abu Omar (Osama Nasr Mostafa Hassan) - von der CIA angeworben, entführt, gefoltert, mit Millionen entschädigt

Wer ausreichend recherchiert, wird genügend Hinweise finden, wie sehr die CIA in den internationalen Terror verstrickt ist. Diese aufwendigen Recherchen stehen jedem frei, der an der Wahrheit interessiert ist. Die anderen, jene Leichtgläubigen, die ihren Vorbetern nach dem Mund reden, sind ohnehin taub und blind, frönen weiterhin ihrem künstlichen Feindbild, welches sie brauchen, weil sie noch Leichen im Keller haben. Da sie diese Leichen noch nicht entsorgt haben, projizieren sie die persönlichen Missverhältnisse in Form eines Feindbildes auf andere. Immer schön die Feinde jagen! Das lenkt vom Gestank im eigenen Keller ab!

Der Islam hat keinen Terror geschaffen! (Deshalb entschuldigen sich die Muslime auch nicht. Wofür denn? Für die Verbrechen anderer?) Es waren die USA, die den "Krieg gegen den Terror" ausriefen und die Terroristen prompt mitlieferten, indem sie sie vorher bereits angeheuert hatten. Die politischen Gründe sind bekannt: Nach Ende des Kalten Krieges 1990 wurden die USA zu siegessicher. Kein Gegner war mehr in Sicht. Die "kapitalistische Expansion" konnte ungehindert fortgesetzt werden. War der Kalte Krieg ein Systemkrieg zwischen Kapitalismus und Kommunismus, so war der "Krieg gegen den Terror" es auch, aber nicht nur das. Im "Krieg gegen den Terror" sollten zusätzlich geopolitische und geostrategische Machtverhältnisse für alle Zeiten "einzementiert" werden. Man hatte es eilig, denn dem US-Wirtschaftsmodell, das auf Ressourcenraub ausgelegt war, drohte längst der Kollaps durch Finanzpleite. Man glaubte auch, man könnte nach Ausschaltung des sowjetischen Feindes den Nahen und Mittleren Osten sowie den Rest Lateinamerikas widerstandslos und skrupellos erobern. Im Geheimdokument "Policy Planning Study 23" wurde 1948 beschrieben, was die Begehrlichkeiten der USA sind:

https://wtimlen.wordpress.com/2015/03/08/state-department-policy-planning-study-23/

https://de.wikipedia.org/wiki/Grand_Area

In erster Linie galt das imperialistische Machtstreben diesen Ländern:

Als ureigenstes Interessengebiet definierte man Lateinamerika, Europa und sämtliche Regionen des Britischen Empires, Niederländisch-Ostindien (Indonesien), China und Japan sowie den ölreichen Nahen Osten. Es handelte sich also auch um Gebiete, die 1941 von den Achsenmächten Japan und dem Deutschen Reich beansprucht bzw. längst okkupiert worden waren. Zudem hielt man sich die Option einer weiteren Ausdehnung offen. (Wiki)

Solange alles wie am Schnürchen lief, das "Wachstum" anhielt und die meisten Länder mitspielten, brauchte man sich um die weitere Expansion nicht zu sorgen.

Aber! Der "Russische Bär" war nicht tot, er fiel nur in kurzen Schlaf, erwachte bald wieder und stellte sich fortan schlafend. Das fanden natürlich auch die Geheimdienste heraus und sie inszenierten einen "Krieg gegen den Terror", dem sich kein rechtschaffenes Land entziehen konnte. Terror ging alle etwas an. Sogar der "Russische Bär" tanzte eine Zeit lang mit und entledigte sich unliebsamer Feinde (Tschetschenen), bis er erkannte, dass der Krieg gegen den Terror ihm selbst galt, ihm, Russland sowie auch China und dem gesamten Osten, nahe, mittel und ferne. Da wurde der "Bär" hellwach. In Syrien zeigte er dem US-Kapitalfaschismus seine mächtigen Pranken: Wo er dazwischentritt, gibt es keine geostrategischen Zugewinne mehr. Dort herrscht ein Patt für den machtlüsternen Hegemon.

Der "Krieg gegen den Terror" ist nichts anderes als eine Fortsetzung des Kalten Krieges gegen die bremsenden Elemente in der kapitalistischen Expansion. Es ist eine Art "Endzeitkrieg", denn der Hegemon kann zwar zerstören, aber selbst nicht mehr aufbauen. Früheren Kriegen folgten zumindest ein Wiederaufbau der Infrastruktur sowie eine Öffnung des Wirtschaftsraumes oder ein Regime Change. Das fällt nun weg. Wer oder was sich in den Weg stellt, wird nur noch terrorisiert und zerstört. Aufbauen müssen dann die anderen, Russland oder China. Gelingt ein Regime Change inmitten des Chaos, so verbleibt das angegriffene Land dennoch im (politischen) Chaos. Meist regieren irgendwelche Milizen, die sich mit den USA die gestohlenen Ressourcen teilen. Man sieht es überall im Nahen Osten, speziell in Libyen, wo ein einst blühendes Land mit funktionierender Migrationspolitik zu einem tödlichen Hotspot für afrikanische Migranten wurde.

Europa wird auch terrorisiert, wenn es vom Kurs seines Dompteurs in Übersee abweichen will. Dann fliegt eben ein Weihnachtsmarkt in Paris oder Berlin in die Luft und Europa kommt wieder gekrochen..

Irgendwie schafft man es immer, kranke Persönlichkeiten für Terror anzuwerben, ihr Gehirn zu waschen und sie in den Tod zu schicken, damit sie hinterher nicht plaudern können. Bei religiösen Fanatikern ist das ein leichtes Unterfangen.

Durch den immerwährenden Gebrauch der politischen Schlagwörter "Frieden, Freiheit, Demokratie" wird von der Lüge und der Heuchelei abgelenkt, aber keine Politik war jemals faschistischer als die der USA, was heute die berechtigte Frage aufwirft, ob Europas Faschisten nicht von den USA durch die Hintertür gesponsert wurden.

Abu Omar wurde 1995 in Albanien von der CIA angeworben. Das behauptet der albanische Geheimdienst. Er sollte die radikal-islamische Szene in Albanien beleuchten und der CIA Informationsmaterial zuspielen. Das klappte offensichtlich acht Jahre ganz gut, sonst hätte die CIA früher zugeschlagen.

Kurz vor Beginn des Irak-Krieges 2003 wurde Abu Omar, inzwischen Imam in Mailand, von der CIA auf offener Straße entführt, über Ramstein nach Ägypten geflogen, dort inhaftiert, freigelassen, wieder inhaftiert und gefoltert. Das nachfolgende Medienspektakel ist bekannt. Washington erpresste Rom und die ohnehin unrühmliche, italienische Justiz wurde vom faschistoiden Berlusconi zusätzlich unterlaufen, bis dann der Gerichtshof für Menschenrechte ein Machtwort sprach und die italienische Justiz zu ihrer Arbeit zwang. Im Prozess gegen die namentlich bekannten CIA-Agenten wurde jahrelang in Italien gemauert, was das Zeug hielt.

https://www.spiegel.de/politik/ausland/cia-entfuehrung-usa-draengten-italien-zur-justiz-beeinflussung-a-735050.html

https://diepresse.com/home/politik/aussenpolitik/309161/Mailand_Prozess-gegen-26-CIAAgenten-vertagt

7 Jahre nach dem Vorfall konnte man sich nach Auswertung sämtlicher Verbindungsdaten auf eine Verurteilung einigen:

https://www.sueddeutsche.de/politik/prozess-in-italien-cia-agenten-verurteilt-1.140123

CIA-Agentin Sabrina De Sousa wurde erst 2016 in Portugal verhaftet.

https://www.theguardian.com/us-news/2016/apr/25/former-cia-agent-sabrina-de-sousa-extradition-italy-abu-omar-kidnapping

Die meisten Agenten haben keinen Tag ihrer Strafe abgesessen, weil die USA sie nicht ausliefern.

Offen bleibt die Frage, warum die CIA ihre eigenen Leute entführt und foltert. Was lief schief mit Abu Omar? Parierte er nicht so, wie die CIA es erwartete? Wurde er seiner Bezahlung nicht gerecht? Wurde er nicht mehr gebraucht? Sollte er in Ägypten ermordet werden, wenn seine Entführung nicht aufgeflogen wäre? Sollte er in Mailand einen Anschlag inszenieren und versagte er dabei?

Man wird es nie erfahren, außer Abu Omar schreibt eines Tages eine Biographie. Derweil dürfte er ein reicher Mann sein, denn die CIA bot ihm 2 Millionen US-Dollar für die Geheimhaltung seiner Geschichte sowie die US-Staatsbürgerschaft an.

Zusätzlich bekam er von der italienischen Justiz eine Million Euro Schadenersatz zugesprochen. 2006 war bekannt geworden, dass der SISMO (italienischer Militärgeheimdienst) die CIA bei der Entführung unterstützt hatte. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Geheimdienste bei ihren Verbrechen - nennen wir das Kind doch beim Namen! -     zusammenarbeiten.

Interessant ist auch noch, dass Abu Omar 2013 in Abwesenheit wegen "terroristischer Aktivitäten" zwischen 2000 und 2003 zu 6 Jahren Gefängnis verurteilt wurde. In diesem Zeitraum arbeitete er für die CIA. Es darf angenommen werden, dass er bis zu seiner Entführung für die CIA tätig war.

Wie Abu Omar dürften etliche Muslime als gut bezahlte CIA-Agenten unterwegs gewesen sein, Anschläge verübt haben und hinterher als Terroristen liquidiert worden sein. Erschoss man sie gleich, konnten sie nicht mehr aus der Schule plaudern. Innerhalb der Geheimdienste läuft das gleiche Muster ab wie in der US-Außenpolitik: Zuerst schafft man sich Komplizen und dann räumt man sie aus dem Weg. Beispiel Saddam Hussein: Zuerst unterstützten ihn die USA im Krieg gegen den Iran, später strangulierten sie ihn.

Das ist das kapitalistisch-materialistische Weltbild. Für dieses Weltbild wird gelogen, betrogen, gestohlen und gemordet auf Teufel komm raus.

Es stimmt froh, dass dieses Weltbild langsam zerbricht und eine neue, bessere Welt am Horizont erscheint. Mag sein, dass beim Übergang in diese bessere Welt die Entscheidungsträger autoritär auftreten müssen, das gilt aber nur für die Phase des Wandels. Sind wir angekommen, zerfällt das Autoritäre.

Man könnte diesen Vorgang in schönen Bildern malen. Es sind die schönsten Bilder, die sich ein Mensch der alten Zeit vorzustellen vermag. Es ist, als träte ein alter, grauer, seelisch gebrochener Kriegsveteran auf eine bunte, freundliche Blumenwiese und könnte nochmals ein neues Leben beginnen, fern von Krieg und Tod. Die Hater, deren Herz zerfressen ist, hören und lesen solche Sätze nicht gern. Sie können nicht träumen. Deshalb muss man es umso mehr denken und schreiben: Wir gehen in eine bessere Welt und wir schaffen das!

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