Der Tierschützerprozess wird neu aufgerollt

Grund: Prüfung auf mögliche Verwicklungen der ÖVP in den Fall.

Ich habe den Prozess seinerzeit nur am Rande verfolgt. Gewundert hat mich allerdings das Spektakel, das ihn begleitet hat, seine ungewöhnliche Länge und die Inhaftierung einer Schar von Aktivisten, die man wie Schwerverbrecher hinstellte.

Ja, das hat mich gewundert und im Hinterkopf habe ich mir schon gedacht: Da muss jemand "am Drücker" sein, jemand mit Einfluss, der seine Macht durch Tierschützer vom Kaliber eines Dr. Martin Balluch bedroht sieht.

Im ÖVP-regierten Niederösterreich würden mir schon einige einfallen, die Lust am Niedergang des aktiven Tierschutzes haben. Im Netzwerk rund um die Pröll-Brüder gibt es wohl niemanden, der nicht mit dem Schießgewehr in den Wald zieht, um unsere letzten Waldtiere aus Lust und Laune abzuknallen. Manche von denen halten sich extra Tiere für die Gatterjagd.

Ich sehe rot, wenn ich einen Hobbyjäger sehe. Die Verachtung gegenüber solchen "Menschen" ist so massiv, dass ich "Internierung" für sie fordern würde, bis sich ihr Gewissen entwickelt hat. Sie ticken emotional nicht richtig und sind eine schwelende Gefahr für die Gesellschaft. Ihre innere Verrohung bezieht sich nicht nur auf Tiere. Auch Menschen gegenüber verhalten sie sich skrupellos, solange es vom Gesetz gedeckt wird. Wer ein wehrloses Tier quälen und töten kann, kann auch ein Kind schlagen, eine Frau oder einen alten Menschen misshandeln. Nur das Gesetz hält ihn ab, nicht die innere Stimme, nicht das Gewissen.

Ich kann sehr gut verstehen, wenn Menschen mit ausgeprägtem Gerechtigkeitssinn ein Leben lang mit solch erbärmlichen Individuen im Clinch liegen.

So lästig Drohnen sind, so nützlich können sie auch sein!

Jäger sind eine aussterbende Spezies, das ist sicher. In der "neuen Zeit" wird nicht mehr gejagt, weil der Mensch sich von einem alten Rollenbild verabschiedet. Das sonntägliche Wildbret muss man nicht mehr selbst erlegen und Hobbyjagd wird sowieso geächtet. Zudem kommt das Kunstfleisch auf den Teller. Tiere aus Freizeitspaß zu töten, war Sache der alten Habsburger. Die letzten Habsburger sind heute Fernsehmoderatoren und Trendlokalbesitzer in der Schickeria-Szene oder versuchen sich als Medienmogule wie Karl Habsburg in Bulgarien. Im Lodenjanker läuft keiner mehr herum außer der verkorkste H. C. Strache, noch immer auf der Suche nach seiner Identität.

"Jagd ist ein Kulturgut", tönt es aus dem Hause Pröll. So paradox dieser Ausspruch ist, so paradox ist auch der Auftritt der gesamten ÖVP bis hin zu ihrem Erbjüngling Sebastian Kurz, dem letzten schwarzen Ritter, der aus der Zeit gefallen zu sein scheint. Wie kann man sich als junger Mann im 21. Jahrhundert noch "konservativen Werten" verschreiben? Da stimmt doch etwas nicht. Der Konservativismus ist so gut wie tot. An seine Stelle trat der Rechtspopulismus als Lückenbüßer. Wo nichts anderes mehr geht, schwafelt man eben das Blaue vom Himmel - oder rennt zurück in die alte Zeit, um dort noch Zuflucht zu finden.

Im Grunde sind sie alle Angsthasen, die sich vor Entwicklung und Fortschritt fürchten, die das Neue nicht zu denken wagen oder es nicht können. Dann laufen sie in den Wald und schießen Tiere tot. Das ist noch ein "Erfolgserlebnis" für sie. Dann sind sie noch wer, haben noch Macht, zählen noch etwas.

Armselige Menschen! Wie tief müssen sie stehen, wenn ein niederträchtiger Mord an einem schwächeren, wehrlosen Wesen sie erhöht?

Die Verachtung für sie ist wirklich grenzenlos.

Die ÖVP und das Jagen und Morden im Wald - das gehört zusammen wie Henne und Ei. Genau so sollte es auch publik gemacht werden, um tierliebe Menschen von der Wahl der ÖVP abzuhalten. Solange die ÖVP etwas zu sagen hat, werden Tiere sowohl zum Spaß gejagt als auch, massenindustriell verwertet, zu verpackten Leichenteilen auf Styroportassen werden. Wirtschaft zuerst! Tiere vor die Flinte! Flüchtlinge und Bedürftige an die Wand!

Man ist ein Herr. Man will herrschen.

Herrschaften, herrscht ihr überhaupt noch? Oder verstopft ihr nur die Straßen, damit die anderen nicht durchkommen? Nur der Rechtspopulismus ließ euch nochmals erstarken, ihr wärt sonst schon Geschichte.

https://pixabay.com/de/photos/damhirsch-hirsch-dama-dama-männlich-984573/

https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20120407_OTS0001/oesterreich-jagd-affaere-um-oevp-bartenstein

https://oe1.orf.at/artikel/301177

https://kontrast.at/warum-wirbt-kurz-fuer-eine-korrupte-partei-in-mazedonien/

https://www.trend.at/politik/im-korruptionssumpf-der-absturz-oevp-322816

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G. Szekatsch

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berridraun

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