Doch kein 🇮🇷 Regime-Sturz? Trump findet jetzt Venezuela-Szenario für Iran «perfekt».
«Was wir in Venezuela getan haben, ist meiner Meinung nach das perfekte, das perfekte Szenario.»
Donald Trump sorgt mit widersprüchlichen Aussagen zu den Zielen der USA im Iran für Verwirrung. Ein Interview, das er nun der «New York Times» gab, unterstreicht die zumindest vordergründige Planlosigkeit der US-Regierung.
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Die heutige Äußerung von Donald Trump, wonach es keinen Regime-Change im Iran geben werde, markiert eine klare Abkehr von früheren amerikanischen Strategien, die auf politischen Wandel in Teheran abzielten. In seiner Darstellung träumt Trump von einer Art „Venezuela‑Lösung“, also einem Szenario, in dem die USA zwar massiven Druck ausüben, aber letztlich mit der bestehenden Machtstruktur arrangiert bleiben, solange zentrale wirtschaftliche Interessen gewahrt sind. In diesem Fall steht laut seiner Aussage vor allem eines im Vordergrund: das iranische Öl.
Die Botschaft, die aus dieser Haltung hervorgeht, ist, dass die politische Zukunft der iranischen Bevölkerung für die US-Regierung zweitrangig sei. Entscheidend sei, dass das Regime stabil genug bleibt, um verlässliche wirtschaftliche Absprachen zu ermöglichen.
Trumps Aussage unterstreicht damit eine Prioritätensetzung, die auf wirtschaftliche Kontrolle und geopolitische Berechenbarkeit setzt. Für viele Menschen im Iran wirkt dies wie eine Bestätigung, dass internationale Akteure ihre Lebensrealität und ihren Wunsch nach politischer Veränderung kaum berücksichtigen.