Zuerst waren es Wladimir Putin und Xi Jinping, die absagten. Dann strich Donald Trump wegen des Shut-Downs das Weltwirtschaftsforum vom Terminkalender. Schließlich können auch Emmanuel Macron und Theresa May nicht nach Davos kommen, weil sie Probleme "in eigener Sache" haben.

Ist das Weltwirtschaftsforum am Ende? Es sieht fast so aus und passt leider exakt ins Bild, ist ein weiteres Puzzleteilchen. Zurück bleibt ein enttäuschter Klaus Schwab, Jahrgang 1938, der das WWF einst gegründet hat. Seit 49 Jahren treffen sich die Eliten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft einmal jährlich in Davos, um über alles mögliche zu reden. Trotz verschiedener Weltsichten, zog man stets an einem Strang.

Dafür reiste nun dieses Jahr Jair Bolsonaro aus Brasilien an und sorgte mit seinem militärischen Gruß für Aufsehen und Irritation. Ist das die neue Marschrichtung?

https://www.handelsblatt.com/politik/international/davos2019/kommentar-globales-misstrauensvotum-fuer-wirtschaftseliten-davos-hat-ein-imageproblem/23888694.html

https://www.mittelbayerische.de/wirtschaft-nachrichten/in-davos-fehlen-gaeste-der-kategorie-a-21840-art1741198.html

Europa kann seine Probleme nur gemeinsam lösen, sagte Klaus Schwab letztes Jahr in Davos und damit hat er leider mehr als nur recht. Leider deshalb, weil wir uns von der Gemeinsamkeit immer weiter entfernen. Nur eine einzige Regierung hat bisher vorgezeigt, wie man die gemeinsame Mitte wiederfinden könnte: Schweden. Durch Kompromisse auf allen Seiten, Kompromisse, bei denen den Sozialdemokraten Schwedens das Herz blutete, wurde eine Weiterführung der Regierungsgeschäfte ohne den schädlichen Rechtspopulismus möglich.

Man kann den Feind, der Europa zerstören will, nur durch Kompromissbereitschaft bekämpfen.

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