Es gibt ja nichts ÄRGERLICHERES als Menschen in der Politik, die ihren Namen tanzen können aber von Physik, Technik und Naturwissenschaften absolut keine Ahnung haben.
Wo wir bei der CDU wären. Die will „Habecks“ Heizungsgesetz abschaffen und durch ein „unidologisches“ neues Heizungsgesetz mit „Biotreppe“ von Reiche ersetzen.
Mich hat einfach mal interessiert, was das eigentlich bedeutet.
Also hab ich mal nachgerechnet. Sehr, sehr gründlich nachgerechnet. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen.
Für die Grünen.
Das Modell, das der Kern des Heizungsgesetzes der Grünen war, schlägt das Biotreppe-Modell der CDU bis zu 100:1
Während 4500 m2 Fläche (0,43 Hektar) mit Mais für Biogas exakt 1 (EIN) Haus über das Jahr warm halten, schafft die gleiche Fläche mit Windkraft + Wärmepumpe rund 60 Haushalte und mit Solarstrom sogar 100 Haushalte.
Und ich weiß, was ihr jetzt denkt: JA ABER SOLAR IM WINTER!!!??
Das Verrückteste ist, dass SELBST IM JANUAR (kältester, dunkelsten Monat mit höchstem Heizbedarf) die PV-Anlage noch für rund 10 Häuser reicht wenn eine Batterie Tag/Nacht ausgleicht. Während also die 4500 m2 Biogas nur reichen, um die CDU-Wahlkampfzentrale warm zu halten, schafft die PV selbst unter den schlechtest möglichen Bedingungen immer noch das ZEHNFACHE.
Alternativ könnte man auch PV im Sommer in Wasserstoff zwischenspeichern und im Winter daraus Wärme und Strom produzieren, dann reicht es für rund 50 Haushalte.
Und das ist natürlich NICHT was die Grünen unter Habeck vor hatten. Die Idee war ja Wind und Sonne zu verknüpfen, weil Wind ertragreich im Winterhalbjahr, Sonne top im Sommerhalbjahr. Dazu Wasserkraft, Batterien, Wasserstoff (für Langzeitspeicher), Biogas für Spitzenlaststrom, europaweiter Ausgleich und fossiler Backup für seltene Dunkelflaute über 1 Woche.
So, ich weiß ihr macht euch jetzt natürlich Sorgen, dass dann ja ALLES MIT SOLAR UND WINDANLAGEN ZUGEBAUT IST!!!
Aber fürchtet nicht meine Lieben, bei Solarstromanlagen ist so gut wie nichts dauerhaft versiegelt. Die Unterkonstruktion der Module wird in den Boden gerammt oder geschraubt. Beim Abbau zieht man das wieder raus und das wars. Einzig die Trafos brauchen eine Betonplatte. Das ist die kleine rote Fläche in der Grafik. Dazu braucht es ein paar geschotterte Zuwege. Das wars. Auf dem Rest weiden Schafe, erholt sich der Boden und die Biodiversität klatscht begeistert Applaus.
Eine Windkraftanlage braucht 17 Hektar wegen nötiger Abstände zu anderen Anlagen, versiegelt circa 300 m2 Betonfundament und braucht nochmal 4.000 m2 Schotterfläche für Kran und Zuwege, die teilversiegelt ist. Der Rest ist dafür frei nutzbar z.B. als Weide oder Ackerfläche.
Der Witz ist nun, dass die Biogasanlage im Verhältnis sogar MEHR vollversiegelte Fläche hat, da hier Anlage, Rangierfläche drumherum und Transportwege relativ sogar mehr versiegeln.
Anders gesagt: Sogar bezogen auf die vollversiegelte Fläche verliert die CDU.
Und an dieser Stelle sollte man noch anmerken, dass Maisfelder leider als Reinkultur angebaut werden. Da wächst absolut nichts außer Mais. Da lebt auch sonst gut wie nichts, der Boden leidet und das Grundwasser häufig mit.
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Also was soll ich sagen? CDU gegen Physik 1:100.
Wir können sehr froh sein, dass die CDU nicht den Bundestrainer stellt, leider stellt sie den Kanzler und die Wirtschaftsministerin. Darüber kann man an dieser Stelle eher unfroh sein.
Insofern: Teilt das hier, was das Zeug hält, damit vielleicht wenigstens die SPD noch aufwacht und den Unfug nicht mitträgt und vor allem die Bundesländer weiter Ärger machen.
Funfact: Würden wir allles mit Biogas heizen wollen mehr oder weniger GANZ Deutschland wäre ein einziges Maisfeld. Für solche Nebensächlichkeiten wie Nahrung und Natur wäre dann leider kein Platz mehr.
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Und ich weiß jetzt wollt ihr die Rechnung. Ich möchte zuerst einmal eine Warnung voran schicken. Für die Vorrecherche und Grobrechnung ist KI top - für genaue Logik und Rechnung müsst ihr selber denken. Verschiedene KIs haben mir sehr gut klingenden Blödsinn ausgeworfen und sich bei Nachfragen in der Logik verheddert.
1. Die Annahme. Ein Einfamilienhaus mit circa 150 m2 (typische Größe) Wohnfläche verbraucht circa 18.000 kWh Wärme bei circa 120 kWh Bedarf pro m2 im Jahr. Das ist laut Heizspiegel der durchschnittliche Wert über den Bestand.
2. Eine Maisfläche von 1 Hektar schafft circa 43 Tonnen Biomasse pro Jahr. Es waren mal mehr, aber Klimawandel doing its thing. Daraus werden rund 46.000 kWh in Methan gespeicherte Energie. Da wir leider nicht umsonst mit dem Dieseltraktor auf dem Acker rumfahren und Dünger erhebliche Mengen von Energie in der Produktion braucht, ziehen wir rund 4000 kWh ab. Und das ist gut gerechnet für KURZE Transportwege. Bleiben also 42.000 kWh. Wir müssen jetzt noch annehmen, dass die (hoffentlich moderne) Gastherme 95 % Effizient hat. Bleiben 39.900 kWh auf EINEM HEKTAR Fläche. Das entspricht circa 18.000 kWh - also exakt der Bedarf von einem Haus auf 450 m2 Fläche.
3. Bei einer neuen Solarstrom-Freiflächenanlage passt circa 1200 kWp auf EINEN HEKTAR Nutzfläche (Ohne Ausgleichsflächen für die Natur etc.). Das rechnen wir runter auf die 4500 m2 von der Maisfläche. Das sind 540 kWp auf 4500 m2. In Deutschland produziert 1 kWp im Jahr 1000 kWh. Unser Jahresertrag auf 4500 m2 ist also 540.000 kWh. Die Jahresarbeitszahl von Luft-Wärmepumpen ist knapp unter 3,5. Wir nehmen jetzt die 540.000 kWh x 3,5 und teilen das durch 18.000 kWh Wärmebedarf. Damit könnten wir circa 105 Häuser versorgen. ABER wir ziehen jetzt noch das ab, was mal in die Solarmodule an Energie gesteckt wurde. Im Betrieb sind Solarstromanlagen enormst pflegeleicht insofern ist eigentlich nur der Initialaufwand über 25-30 Jahre abgetragen relevant. Damit kommen wir auf circa 100 Häuser. (Es können auch ein paar mehr oder weniger sein, es geht hier nur um die Dimension)
4. Eine Windkrakftanlage benötigt einen Raum von circa 17 Hektar, damit sie einer anderen Windkraftanlage nicht den Wind „klaut“. Moderne Windanlagen haben 4-6 MW, wir rechnen mal mit der Mitte also 5 MW. Da kann man im Mittel von rund 12,5 GWh im Jahr ausgehen. Auf 4500 m2 runtergerechnet sind das 316.200 kWh. Die wieder mit der Wärmepumpe-Arbeitszahl multipliziert (3,5) und durch 18.000 Haushalte ergibt 61,5 warme Häuser. Auch hier müssen wir aber wieder den Energierucksack aus der Produktion abziehen. Der ist nun aber sehr gering und berechnet sich in wenigen Monaten. Eine Zahl von rund 60 warmen Häusern ist also völlig legitim.