Wie der österreichische Privatsender Servus TV die ultrarechte Szene protegiert

Warum geben bestimmte Personen, die über medialen Einfluss verfügen, Rechtsextremen eine Bühne? Dreimal darf man raten: Weil sie selber so gestrickt sind, dies aber wegen ihrer gesellschaftlichen Position nicht offenbaren wollen. So reden sie sich auf die "Meinungsfreiheit" heraus, die sie "geschmähten" Personen ermöglichen wollen, das ist aber nur die halbe Wahrheit.

Alt, weiss, männlich, reich, rassistisch und einflussreich - wie bekämpft man solche Zeiterscheinungen, die wie eine permanente Bedrohung über der Gesellschaft schweben? Wird erst der Tod das gnädig regeln? Muss man sich so lange diesen Quark anhören? Immer mit der Gefahr verbunden, gesellschaftlich ins 19. Jahrhundert zurückversetzt zu werden?

Martin Sellner genoss 2016 seinen Auftritt bei Servus TV. Michael Fleischhacker hatte ihn eingeladen.

https://www.salzburg24.at/news/salzburg/stadt/identitaeren-einladung-sorgt-fuer-wirbel-bei-servus-tv-54145951

https://oe1.orf.at/artikel/657749

Diesen März 2019 bot Servus TV dem Herrn Sellner wieder eine Bühne:

https://derstandard.at/2000100395610/Eine-Buehne-fuer-Selbstmitleid-Identitaeren-Chef-Martin-Sellner-auf-Servus

Nicht genug, lud Servus TV im April den rechtsextremen "Denker" Götz Kubitschek ein, der den rechten Rand der AfD mit ideologischem Müll versorgt. Moderator war wieder Fleischhacker!

https://diepresse.com/home/kultur/medien/tvkritik/5607683/Servus-TV-beglueckt-einen-radikalen-Denker-der-Neuen-Rechten

https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%B6tz_Kubitschek

Plauder-Ansätze Kubitscheks werden außerdem sofort von der Erstleserin seiner Sachen, seiner Frau, abgewürgt. Mittlerweile weiß Kubitschek, womit er gar nicht erst ankommen muß.

Wie findet man diesen Satz? Hat der Mann keine Selbstkontrolle?

Hier zu lesen: https://sezession.de/author/goetz-kubitschek

Fleischhacker war bisher beruflich nicht sehr sesshaft. Am längsten war er noch bei der PRESSE. Dort wurde er mir ein Begriff, schied aber 2012 aus. Besonders interessant ist: Mit 18 Jahren begann er Theologie zu studieren. Ein Sinnsuchender? In seinem Keller dürfte er jedenfalls noch einige Leichen liegen haben, sonst ließe er sich nicht von einem rechtspopulistischen Wutmilliardär vor den Karren spannen. (Gemeinsames Projekt Addendum, das von Mateschitz Privatstiftung finanziert wird.)

Dietrich Mateschitz, Jahrgang 1944, dürfte in seinem Leben zu viel Red Bull getrunken haben? Oder trinkt er selbst den Mist gar nicht, sondern verkauft ihn nur? Das würde mich nicht wundern.

Abgesehen davon, dass ich Personen abscheulich finde, die mit ihrem Reichtum den Faschismus salonfähig machen wollen, hätte ich mit Herrn Mateschitz auch noch eine Rechnung als Mutter zu begleichen: Wegen seines Giftgetränks hat mein jüngerer Sohn nie ordentlich gefrühstückt. Kakao war ihm zu minder. Er räumte sich heimlich lieber den Schulrucksack mit Red Bull-Dosen voll. Mein Jüngerer wollte immer schon fliegen und nahm die Werbung, dass Red Bull Flügel verleihe, ernst. Heute lacht er darüber, aber ich habe den Stress, den Mateschitz aufputschendes Gesöff verursachte, nicht vergessen!

Mateschitz hat auf Kosten der Gesundheit anderer Menschen ein Milliardenvermögen gescheffelt. Allein das ist schon bedenklich. Als Hersteller weiß Mateschitz ganz genau, wie ungesund sein Red Bull ist, aber es schert ihn nicht. Er vertreibt es dennoch. Das sagt doch schon alles über ihn aus, aber auch über die Skrupellosigkeit von Wirtschaft und Handel. Für Kinder müsste der Handel Red Bull eigentlich verbieten, aber wer sorgt sich schon wirklich um unsere Kinder? Was man zu hören bekommt, sind stets nur Lippenbekenntnisse. Eine kinderfreundliche Gesellschaft wäre eine solche, in der Mütter nicht für den Kapitalismus arbeiten müssen, sondern bei und mit ihren Kindern zu Hause bleiben können.

Red Bull ist nicht nur völlig überzuckert - acht Stück Würfelzucker pro Getränkdose! - sondern enthält auch noch unbekannte Wirkstoffe. Wie viel Geld muss man den zuständigen Stellen wohl schmieren, damit ein solches Gebräu für den Massenverkauf zugelassen wird? Wo bleibt die Gesundheitsbehörde, die sonst auch zu allem und jedem den Zeigefinger erhebt?

Das Problem ist nicht allein, dass eine Dose Red Bull die Wirkung eines kleinen Moccas mit acht oder neun Stück Würfelzucker hat, was für Jugendliche ganz bestimmt schädlich ist, das viel größere Problem sind diese unbekannten Wirkstoffe im Getränk, von denen man nicht weiß, was sie im Körper anstellen!

https://www.welt.de/gesundheit/article145259849/Das-macht-eine-Dose-Red-Bull-mit-Ihrem-Koerper.html

Dies alles zusammen, Servus TV, der Rechtsextremsmus, der schädliche Energydrink und zuletzt auch die Aussagen eines Mateschitz wirft ein denkbar schlechtes Bild auf einen Teil von Österreich. Mateschitz ist immerhin der reichste Österreicher.

Wie lange noch?

https://www.vol.at/duell-der-superreichen-benko-legt-sich-mit-mateschitz-an/6151978

Alea iacta est! Der Würfel ist zwar noch nicht gefallen, nur geworfen, aber das Ergebnis steht schon fest. Kollabieren unsere Konservativen unter Kanzler Kurz auch in den Rechtspopulismus - am Kern der Wirtschaft wird das nichts ändern. Ein seriöser Wirtschaftstreibender kann sich Rechtspopulismus auf Dauer nicht leisten, er verdirbt ihm nur das Geschäft.

https://www.vice.com/de/article/bj4wwd/boykott-von-red-bull-club-beendet-zusammenarbeit-und-verbannt-alle-getranke

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