Rettung durch Windräder?

Geht es nach den Grünen, ist die Rettung aus der Energienot nahe. In hoher Zahl werden Wind- und Solaranlagen gebaut, und das Tempo soll sich beschleunigen. Haltungsgerecht wird in den Medien unterstellt, dass der massenhafte Entzug von angeblich unbegrenzter Naturenergie wenige Folgen für die Natur und keine für Wetter und Klima hat. Dem ist nicht so.

Mögliche Schäden durch Windräder gehen weit über die bisher diskutierten Belastungen für Tiere und Insekten durch mörderische Monster, für die Natur durch gigantische Betonschneisen, für Menschen durch Lärm und Schattenwurf hinaus.

Eine Zahl dazu: Die überstrichene Rotorblattfläche der allein in Deutschland vorhandenen 30.000 Windkraftanlagen (WKA) beträgt etwa 200 Millionen Quadratmeter. Dies entspricht einer 1.300 Kilometer langen und 150 Meter hohen rotierenden Wand, die sich von Flensburg bis nach Montepulciano (südlich von Florenz) erstrecken würde. Milliarden von Fluglebewesen passieren diese Wand, mehr oder weniger erfolgreich, Vögel, Lärm und Zufahrt kommen dazu; Wälder sterben.

Dabei sinkt die Leistung. Eine Studie der Deutschen Windguard gibt für 2012 bis 2019 einen Rückgang der mittleren spezifischen Leistung der WKA im Norden um 30 Prozent, in der Mitte um 23 Prozent, im Süden um 26 Prozent an. Mehr Windräder bringen weniger Ertrag. Aber die eigentlichen Schäden zeigen sich anderswo.

Nach Berechnungen von Diplomphysiker Dieter Böhme entspricht die über Deutschland durch Windkraft der Atmosphäre entzogene Energie etwa 7.000 Hiroshima-Bomben. Dass dies ohne jegliche Folgen auf Natur, Wetter und Klima bleibt, ist höchst unwahrscheinlich.

Neben der Abbremsung der Luftmasse wird auch die Art der Strömung verändert. Die der Luftmasse entzogene Energie wird umgewandelt in elektrische Energie (maximaler Wirkungsgrad 46 Prozent) und in die Änderung der Strömungsart (turbulent) und der Richtung der Strömung (vertikaler Anteil). Die Turbulenzen breiten sich nach dem Rotor in Trichterform aus, der im Radius zunimmt, weil benachbarte Luftschichten mitgerissen werden. Dieser Trichter weitet sich soweit auf, bis auch die Erdoberfläche erreicht wird. Dadurch wird bodennahe feuchte Luft in die Höhe transportiert und trockenere Luft aus höheren Luftschichten nach unten gedrückt.

Die Folgen können verheerend sein, fürchten Kritiker. WKA erzeugen Wirbelschleppen, stören die natürliche Luftschichtung, können zu Bodentrockenheit führen und zur Änderung von regionalem Wetter und Klima. Die Trockenheit in den ostdeutschen Bundesländern könnte damit erklärt werden.

Das sind wohlgemerkt erste, kritische Überlegungen. Sie wären eine wirkliche wissenschaftliche Untersuchung wert. Diese erfolgt nicht. Längst ist die Wissenschaft in Deutschland eine Magd der Politik. Daher sind wir auf Mutmaßungen angewiesen. Mit diesem Beitrag will TE eine längst überfällige Debatte anstoßen.

Link: https://mailchi.mp/tichyseinblick/22072022-rettung-durch-windraeder?e=737fb53c22

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