Maalula liegt etwa 56 Kilometer nordöstlich von Syriens Hauptstadt entfernt auf 1500 Meter Höhe.

Das Dorf mit seinen sich in den Fels des Qalamgebirges schmiegenden Häusern soll schon in der Steinzeit besiedelt worden sein. Maalula ist eines von drei Dörfern, in denen noch Aramäisch gesprochen wird, die Sprache, in der Jesus Christus geredet und gepredigt haben soll, und die im Heiligen Land zu seiner Zeit Alltagssprache war. So wurde das Markusevangelium auf Aramäisch niedergeschrieben. Die Mehrheit der christlichen Bevölkerung gehört der sogenannten melkitischen griechisch-katholischen Kirche, der drittgrössten Kirche Libanons, an.

Heute spricht man in Maalula Neoaramäisch (Suryon-Aromai / Maalula-Aramäisch).

In Maalula entstand eine der ersten christlichen Gemeinden der Welt und hier steht die der überlieferung nach älteste Kirche der Welt. In 1700 Meter Höhe liegt das Kloster des heiligen Sergius. Ein weiteres wichtiges Bauwerk ist das griechisch-orthodoxe Mar-Thekla-Kloster, das der Schutzpatronin von Maalula, einer zum Christentum übergetretenen Königstochter und Schülerin des Apostel Paulus, gewidmet ist. Es wurde im 20. Jahrhundert völlig restauriert. Seine Kapelle und die Höhle im Felshang, in die sich Thekla der Legende nach auf der Flucht vor Verfolgern rettete, beherbergen das Grab der Heiligen. Dem Quellwasser wird wundertätige Wirkung nachgesagt. Ebenfalls nach der Heiligen benannt ist die Thekla-Schlucht.

Maalula ist im gesamten Nahen Osten bekannt für seine Feste zur Feier der Kreuzerhöhung am 14. September und Rafik Schami, der bekannte syrische Autor, hat in seinem Roman „Die dunkle Seite der Liebe“ bei der Schilderung des Bergdorfs Mala das reale Maalula, aus der die Sippe seines Vaters stammt, vor Augen gehabt und ihm ein literarisches Denkmal gesetzt.

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Julian Tumasewitsch Baranyan

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vera.schmidt

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