Natürlich spüren es nicht diejenigen, die Richtung 25 gehen, und auch weniger diejenigen, die Richtung 30, 40, 50 oder gar 55 gehen. Altern ist heute kein Prozess des Altwerdens, sondern vielmehr des Reifens. Wenn wir es medizinisch betrachten, so ist im Altern ein Code verankert, der das Verjüngen mehr im Vordergrund hält als das Dahinsiechen und Altern bestimmt.
Ein kleines Beispiel: Ich bin heute mit 65 Jahren um 5:30 Uhr aufgestanden und ins Bad gegangen. Meine ersten Übungen bestanden darin, Liegestütze zu machen. Seit Jahren verfolge ich das Ziel, nie unter 20 Liegestütze zu kommen. Heute waren es 40 Liegestütze, und ich fühlte mich jünger, stärker und kraftvoller als mit vierzig Jahren.
Natürlich geht man davon aus, dass die Wahrscheinlichkeit, die 90 zu erreichen, bei einer solchen Fitness recht hoch ist. Wenn man mit 70 noch 30 Liegestütze schafft, ist es ein Leichtes, die 90 zu erreichen. Gut, das ist die eine Sache, aber was ist mit dem Leben an sich? Wozu zählen die Jahre, wenn das Leben an einem vorübergeht, als gehörte es jemand anderem?
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Ich habe die 60er Jahre erlebt, die erste Mondlandung und alle weiteren Jahre bis zur Jahrtausendwende, gepaart mit den Höhen und Tiefen, die das Leben sonst so bereithält. Eine alte Freundin von mir sagte immer: „Jammern hilft nichts.“ Und sie hatte recht. Ich brauchte viele Jahre, um das zu verstehen.
Heute, im Jahr 2026, gebe ich mir selbst die Hand zum Gruß und auch zum Vergnügen, weil ich die Rente erlebe und alle Vorzüge, die damit einhergehen. Der Staat sichert mir die Finanzierung meines Alters bis zu meinem Lebensende.
Allen, die noch viele Jahre bis zur Rente vor sich haben, sei gesagt: Bleibt in der Berufsausübung. Arbeitet fleißig und sorgt dafür, tatsächliche Beitragszeiten zu erreichen. Denn nur so könnt ihr eure Renten erhöhen oder sichern. Jegliche Prognose einer fondsgebundenen Absicherung oder von Sparmaßnahmen hat nichts gebracht, egal, wie intensiv man daran geglaubt oder letztendlich investiert hat – es ist ein Irrweg. Das einzige Pensionssystem, das lebenslange Renten garantiert, ist unser Sozialsystem.
Wenn man, so wie ich, 65 wird und die eigenen Kinder einem ein Geburtstagsgeschenk machen und eine Karte dazu schreiben, in der sie das, was sie in ihrem Leben erlebt haben, aus ihrer Sicht formulieren, dann weißt du: Du hattest ein gutes Leben und wirst ein weiteres gutes Leben haben … Ganz gleich, wie lange es noch dauert...