Susanne Strobach

Neulich erzählte mir eine Seminarteilnehmerin, sie hatte eine Freundin eingeladen ins Seminar mitzukommen, doch diese meinte bei Erwähnung des Themas Achtsamkeit: „Ich glaube, das ist nichts für mich, das ist mir zu langsam.“

Es kostete mich ein helles Lachen.

Vor ein paar Tagen machte ich bei meiner lieben Kollegin Geraldine Treitler eine PCM-Persönlichkeitsanalyse. Danach gehöre ich zu den 5% der "Macher". Wie Geraldine treffend kommentiert hat "Du siehst eine Chance und ergreifst sie, du kannst gar nicht anders." Wie wahr!

Ich erwische mich immer wieder dabei mir zu denken: "Das gibt es doch nicht, dass darauf noch niemand gekommen ist! Das brauchen wir doch ganz offensichtlich!" Egal, ob es sich um Produkte oder Seminare oder ganze Masterstudiengänge handelt. Ich habe eine Idee und ich mache.

Und glauben Sie mir, das macht vor allem eines: Stress! ;)

Und genau deshalb bin ich bei Achtsamkeit "hängen geblieben"

und ich möchte hier noch ein bisschen „Aufklärungsarbeit“ leisten, indem ich Ihnen stellvertretend für viele andere Tage von meinem 1. Mai erzähle:

Um 06.05 Uhr sitze ich bereits beim Laptop und feile an den Details für ein Lehrgangskonzept – nicht ohne davor Frühstück hergerichtet zu haben.

Um 9.00 wecke ich meine Tochter und starte mit der Zubereitung eines Currys.

Um 10.00 sitze ich im Taxi, weil um 10.15 neue Klienten für eine Scheidungsmediation in meinen Praxisräumen warten. (Weil sie sich 15 Min verspäten, habe ich Zeit einen Blog zu schreiben. ;) )

Nach 3 Stunden Mediation, gehe ich bewusst eine Bus-Station zu Fuß und mit allen Sinnen genießend durch den frühlingshaften Park (und auch, weil mir der Bus vor der Nase davongefahren ist ;)), mache um 14.00 einen Zwischenstopp zu Hause, um das inzwischen fertige Curry mit meiner Tochter zu essen.

Danach ab in die Straßenbahn, um gegen 15.00 Uhr einen lieben Kollegen für gegenseitiges update im Caféhaus zu treffen und nächste Schritte für ein gemeinsames Projekt zu besprechen.

Um 17.00 Uhr fange ich einen lieben Freund emotional auf, der sich eben von seiner Freundin getrennt hat und von 20.00-23.00 Uhr sitze ich wieder beim Laptop.

Ein ganz normaler Tag für mich…nicht ganz, es ist ja der 1. Mai, also Feiertagsprogramm sozusagen. ;)

Trotz dichtem Terminkalender machte mir jede einzelne Tätigkeit, jedes einzelne Treffen, große Freude, erlebte ich kreativen Austausch, Begeisterung, Genuss, intensives Mitgefühl…

Bei jedem einzelnen Tagesordnungspunkt hieß es völlig präsent und fokussiert zu sein, gut organisiert und mit viel Empathie.

Eine Haltung der Achtsamkeit hilft mir dabei.

Achtsamkeit hat nichts mit Geschwindigkeit zu tun, sondern mit Präsenz. Damit, da zu sein, wo ich gerade bin - sei es beim Kochen, in Gesprächen, in der Konzeption von Projekten.

Es ist eine Kultivierung des Geistes (der immer gerne schon zum nächsten Thema, zum nächsten Termin, zu neuen Ideen hüpft).

Besonders eindrucksvoll finde ich diesen kurzen Videobeitrag dazu, den ich immer wieder in meinen Seminaren einsetze:

In diesem Sinne: viel Freude beim Beschäftigen Ihres Äffchens!

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