Wenn Geflüchtete Buckelwale wären, hätte es allein 2025 1952 – vergebliche – Rettungsaktionen geben müssen. Und nicht nur das: 1952 Berichte über den aktuellen Stand dieser Rettungsaktionen, 1952 Schlagzeilen (mindestens!) auf den Titelseiten der großen Zeitungen, 1952 Kommentare über die Frage, wie man die Ertrinkenden am besten retten könnte, 1952 Demonstrationen an den Ufern des Mittelmeers. Es wäre kaum noch Platz für andere Nachrichten, wenn Geflüchtete Buckelwale wären. Was man alles verpasst hätte, wenn Geflüchtete Buckelwale wären: den Krieg gegen den Iran, die hohen Spritpreise, nichts davon wäre an die Öffentlichkeit gedrungen, wenn Geflüchtete Buckelwale wären.

Da kann man wirklich froh sein, dass Geflüchtete keine Buckelwale sind und die Reste dessen, was man einmal Menschlichkeit nannte, an einem Meeressäuger in der Ostsee sich austoben und nicht an den 1952 Menschen, die, der UNO-Flüchtlingshilfe zufolge, 2025 im Mittelmeer ertranken oder dort vermisst werden.

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