Wolfgang Glass (Bj'80) ist promovierter Politologe und seit drei Jahren hauptamtlich Sanitäter. Zuvor war er in den Bereichen Wirtschaftsförderung, Medien sowie im Personalrekrutierungs- und Firmenaquisebereich tätig.

Gerechtigkeit beginnt zuerst bei uns selbst

Gerecht ist, wer sein Ich und sein Selbst gut behandelt. Erst dann kommt der Rest und darf "verbessert" werden. Dauernervös herum zu irren ohne Standortbestimmungen selbstreflexiv durchzuführen, bringt niemanden weiter.

Der Mensch besteht aus verschiedenen Anteilen. Allen Anteilen einen Raum zu geben, bedeutet zu sich gerecht zu sein. Also den Körper und den Geist wahr zu nehmen. Der Körper braucht Ernährung und Pflege sowie Bewegung. Auch der seelische Bereich braucht dies um sich ent-wickeln zu können. Als Kind kann man noch zuwenig selbst entscheiden. Und als Erwachsener kämpft auch oft der gute Wille des Konsumenten gegen seine Begierden an (Drogen, Spielsucht, Zigaretten etc.pp.). Im Digitalen kommt noch die Kraft der Netzwerke dazu. Woher sollen junge Menschen einen adäquaten Umgang mit sich und der Mitwelt lernen (Achtung: nicht "Umwelt", da sich eben nicht immer alles nur um uns Menschen dreht)? Ist ein Verbot dieser digitalen "sozialen" Netzwerke sinnvoll, oder sinnlos. Zuvorderst sollten wir Erwachsene uns an der Nase nehmen und uns überlegen, ob wir besser sind als die Jugend. Mit der Zigarette in der Hand einem jungen Menschen zu sagen, er möge nicht rauchen, ist lächerlich. Genauso wie wenn Menschen psychisch und physisch im Eck sind und andere bevormunden mit "weisen Ratschlägen". Nur mit Verboten auf Entwicklungen zu reagieren, die einem nicht passen, ist eine Meinung. Aber eine Meinung ist halt auch nur warme Luft, die aus einem Mund raus rinnt. Und keine Begründung ist die Schwester der Denkfaulheit. Jeder Erwachsene sollte sich dessen bewusst sein, dass aktives vorleben von Selbst-Gerechtigkeit mehr bringt als bloßes vorplappern. Es würde zu mehr friedvolles Zusammenleben führen und weniger Stress im Umgang mit uns selbst und unserer Mitwelt. Und dann kommt der Rest. Dr. Wolfgang Glass

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