warum ich nun mal bin so wie ich bin...
warum ich oft anders reagiere als andere Menschen...
Mittlerweile sind schon ein paar Monate vergangen seit ich im Jänner meine Atypische Autismus Diagnose erhalten habe.
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Danke!
Ich musste erst meine Gedanken dazu sortieren, und bin ehrlich gesagt noch immer dabei, ich hinterfrage mich oft selbst.
Hat sich seitdem was geändert ? Nicht wirklich viel, ich mein ich Lebe mit dem schon mein ganzes Leben.
Ich habe spätestens seit der Jugend immer das Gefühl gehabt das ich auf den falschen Planeten gelandet bin.
Ich fand nie meinen Weg, war damals auch mit vielem Überfordert.
Aber dieser AHA Moment nachdem ich die Diagnose bekommen habe den konnte und wird mir keiner nehmen können.
Kennt ihr Tetris? Blöde Frage wer kennts nicht.
Es war als hätte ich den I Block der 5 Zeilen auf einmal aufgelöst hatte.
Soviele Situationen die in meinem Leben waren, wo ich anders reagierte als meine Mitmenschen und Freunde. So vieles was sich dann quasi selbst erklärte. Auch mit Gesprächen in der Psychotherapie.
Ich will jetzt nicht alles auf meinen Autismus schieben, aber vieles hat sich dann erklärt je mehr ich darüber nachgedacht habe.
Mittlerweile habe ich auch 50% Behinderung, ja ich weiss auf meinem Profilbild sieht man das alles nicht, aber hinter jedem Lächeln ist auch eine Geschichte. Damals hatte ich vll. einfach mal einen Guten Tag, oder genoß die Sonne die schien.
Ich bin nicht untätig, ich habe jeden Montag eine Gruppe beim Psychosozialen Dienst und versuche neue Soziale Kontakte zu knüpfen. Es strengt mich sehr an und ich muss jedes mal kämpfen hin zu fahren, dennoch bin ich dann doch froh dort zu sein. Es ist oft mein Highlight der ganzen Woche.
Es sind gerade mal 3,5 Stunden. Und danach wenn ich zuhause bin und die Wohnungstür wegfällt benötige ich bis zu 3 Stunden Schlaf weil einfach mein Gehirn überlastet ist.
Die Ganzen Reize und Geräusche, die soziale Kommunikation. Alles prasselt auf einem ein wie ein Nieselregen der mal stärker und mal schwächer ist.
Bezüglich meinen chronischen Nervenschmerzen bin ich endlich nach fast 15 Jahren an einem Punkt das mir endlich was geholfen hat.
Dank der Schmerzambulanz im LKH St.Pölten nehme ich seit neuestem 2x Hydromorphon am Tag mit jeweils 2 mg.
Ich vertrage es ganz gut. Insgesamt nehme ich jetzt 15 Tabletten am Tag um ich sage mal zu existieren. Es gibt Tage da hilft selbst das Hydal nicht sehr gut. Aber die meisten Zeit habe ich es aktuell das erste mal seit 15 Jahren jetzt in Griff. Und ich bin dem Team der Ärzte dort echt sehr dankbar.
In diesem Sinne,
wünsche ich euch einen Schönen 1. Oktober.