Man sollte meinen, es wäre hier https://www.n-tv.de/politik/Kassenaerztechef-Gassen-will-Gesundheitssystem-mit-Leistungskuerzungen-retten-id30198460.html ein Artikel über einen Staat jenseits des großen Teiches samt seines verhassten Oberhauptes zu erwarten. Nein, so kann man sich täuschen, es dreht sich um DE.
Deutschland habe "den weltweit umfassendsten Leistungskatalog für gesetzlich Versicherte", dies gebe es nicht zum Spartarif, mahnt Kassenärztechef Gassen und fordert eine "ehrliche Diskussion" über Einsparungen.
Über diese Diskussion kann man gespannt sein.
"Wenn wir nicht Leistungen aus dem Katalog der gesetzlichen Krankenversicherung streichen, ist keine substanzielle Ausgabensenkung möglich", sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung".
Eventuell sollte zuerst einmal gefragt werden, weshalb die Kosten ausufern. Ist es ein Selbstbedienungsladen für Ärzte und ihren Abrechnungen oder liegt es an der "humanitären" Versorgung all jener, die noch nie in die Versicherung für die deutschen Staatsbürger einbezahlt haben?
Dass sei ein "hohes Gut", gemeint ist der Leistungskatalog, das es aber nicht zum Spartarif gebe. "Wenn uns das als Gesellschaft weiter wichtig ist, muss es auch solide finanziert werden. Wir müssen uns mal ehrlich machen und diese Diskussion führen. Die Leute sind ja nicht dumm und wissen, dass in einer alternden Gesellschaft die Sozialsysteme ohne Reformen umkippen", sagte er. So zu tun, als gäbe es all diese Leistungen weiter, und man könne trotzdem viele Milliarden einsparen, sei "Wunschdenken oder einfach unseriös", betonte der Kassenärztechef in dem "NOZ"-Interview.
Und schon hat man die Verursacher der hohen Kosten ausgemacht. Die Rentner sind es, wie kann es auch anders sein. Die Deppen haben ihre Schuldigkeit getan und wer im Alter die im voraus gezahlten(!) Leistungen abrufen muss, bekommt nun die schallende Ohrfeige. Eventuell sollte man den Rentnern einen Spaten leihen, sodas sie ihre Grube selbst ausheben und gleich reinspringen können. Der Nächste kann den bereits benutzten Spaten für sich verwenden, natürlich unter dem Zeichen der Nachhaltigkeit und mit seinem Aushub den Vorgänger bedecken.
"In England bekommen Sie mit 70 Jahren eben keine neue Hüfte mehr", erklärt Andreas Gassen die Vorzüge des deutschen Gesundheitssystems.
Vermutlich liegt es aus dem Austritt der Engländer aus der EU, die brauchen das Geld für Wichtigeres, selber Schuld!
Aber man kupfert aber auch hier bei der einzigen alternativen Opposition ab:
Von den Beitragszahlern würden demnach jedes Jahr allein neun bis zehn Milliarden Euro für die Gesundheitsversorgung von Bürgergeldbeziehern übernommen, die selbst keine Beiträge zahlen. "Wer arbeitet und gesetzlich krankenversichert ist, zahlt die Behandlung derjenigen, die nicht arbeiten.
Man stelle sich nur vor, jemand aus dem vernünftigen Lager der politischen Bühne hätte sich derart geäussert. Die Berties, auch die hier bei FuF, wären nicht zu halten. Sie würden ihren politischen Gegner massiv anprangern! Aber so ist nichts aus diesen Echokammern zu hören. Berties eben.
Die Bundesregierung sollte laut Gassen Steuern für Alkohol, Tabak, Zucker und Cannabis erheben beziehungsweise erhöhen. "Der Konsum all dieser Genussmittel macht krank, führt nicht nur zu persönlichem Leid, sondern verursacht gewaltige Kosten. Wenn die Einnahmen in Prävention oder die Behandlung gesteckt würden, wäre das eine echte Win-Win-Situation und ein echter Gamechanger", sagte der KBV-Chef. "Sinkt der Konsum, kommt weniger Geld zusammen, aber weniger Leute bekommen zum Beispiel Lungenkrebs und müssen nicht aufwendig und teuer behandelt werden - umso besser", so Gassen.
Das klingt erst einmal nach einem vernünftigen Ansatz, aber hatte nicht der "Kanzler der Herzen" in seiner Wahlpropaganda Steuererhöhungen ausgeschlossen? Was interessiert das Gewäsch von gestern...der weitere CO2-Steuerraub ist ja schon seit dem 1.1.26 wirksam. Die aktuellen Preise an den Tankstellen in der Bananenrepublik teilen es dem Verbraucher gnadenlos mit.
Das Zeigen der weissen Handflächen deutet symbolisch sicher darauf hin: "Wir haben nichts gemacht" - zumindest noch nicht und wenn, dann garantiert nichts zum Wohle des Deutschen Volkes!