Es gibt sehr viele Reiseführer über Jerusalem, uralte, alte, neue, ganz neue. Der folgende Reiseführer ist etwas Besonderes: Er gibt Tipps, die nicht einmal der Einheimische kennt. Der Entdecker Stefan Gödde hat die Stadt schon mehrfach aufgesucht.

Nice to meet you, Jerusalem: Auf Entdeckungstour ins Herz der Stadt

von Stefan Gödde

Polyglott-Taschenbuch: 160 Seiten 15 €

ISBN-13: 978-3846407530 Oktober 2019

Es folgt eine kleine Auswahl der Schauplätze:

Jerusalem ist mit keiner anderen Stadt Israels und der Welt vergleichbar. So liegt das Österreichische Hospiz an der belebten Via Dolorosa im muslimischen Viertel der ummauerten Altstadt Jerusalems. Wenn man das Hospiz betritt, befindet man sich extraterritorial in Wien. Draußen ruft der Muezzin, drinnen trinkt man Kaffee und genießt die echte Sachertorte. Von der Dachterrasse aus (mit der Fahne Österreichs) liegt einem die Altstadt Jerusalems zu Füßen. Sogar übernachten kann man dort, wo einst der Kaiser Franz-Josef zu schlafen geruht hat.

Der Abenteuerlustige kann sich nachts in der Grabeskirche einschließen lassen und den Gesängen der verschiedenen Konfessionen lauschen, die sich zumindest nachts verstehen. Cave: In der Grabeskirche herrscht eine eigene Uhrzeit. Sultan Osman III. hat in seiner unendlichen Weisheit wegen der vielen Streitereien unter den Christen in der Grabeskirche im Jahre 1757 eben für diese Grabeskirche ein Dekret erlassen, welches da lautet: „Alles beleibt beim Alten!“ Und somit bleibt die moderne mit ihren stets wechselnden Uhrzeiten draußen vor dem schweren Tor aus Holz und Eisen. Somit: „Alles beleibt beim Alten!“ kommt nicht aus Pommern, sondern aus der Türkei!

Unweit der Stadtmauer befindet das Restaurant Eucalyptus, welches von Köchen für den Frieden bekocht wird. Es schmeckt ausgezeichnet und ist trotzdem (Frieden) nicht allzu teuer. Das Essen schmeckt biblisch: Schon Jesus hat an diesem Platz gespeist. Unbedingt rechtzeitig reservieren!

Der Besucher der Stadt hat die Wahl: Er darf mit einem orthodoxen Rabbiner und dessen großen Familie am Schabbat zum Abend essen. Der Besucher braucht kein Jude zu sein, denn jeder ist willkommen! (25 $ für mehrere Stunden, Männer benötigen eine Kopfbedeckung, Rauchverbot!). Unbedingt rechtzeitig reservieren!

Die Dormitio-Abtei befindet sich auf dem Zionsberg knapp außerhalb der Altstadtmauer. Man spricht Deutsch, da Wilhelm Zwo den frommen Bau, der dem Aachener Dom ähnelt, hat errichten lassen. Seit einigen Jahren gibt e zu Weihnachten eine Weihnachtsaktion, an die jeder kostenlos teilnehmen kann (nicht muss!). Sie heißt: „Ich trage deinen Namen“, den man per Internet sendet. Die gesendeten Namen werden auf eine große Papierrolle übertragen und am Weihnachten nach Betlehem geschleppt, wo sie in der Geburtskirche landen. Ein billiges letzte-Minute-Weihnachtsgeschenk! Spenden sind höchst willkommen. Wer selber nach Betlehem, am besten mit dem Bus gelangen will, passiert problem- und gefahrlos die Trennmauer, wenn er kein Jude ist.

Ein schönes Mitbringsel aus dem Heiligen Land sind alte Fotos von Jerusalem. Diese erhält man bei Elia Photo-Service, der einem Armenier im Christlichen Viertel gehört.

Wichtig: Das Trinkgeld beträgt in ganz Israel 15%, welches gewöhnlich gesondert gezahlt wird. 10% oder darunter wie in Deutschland gelten als knausrig!

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