Wie die LeserInnen dieses Blogs wissen, setze ich mich stark für Kastrationen bei Straßentieren ein. Unsere KollegInnen in Rumänien haben dabei eine besonders schöne Geschichte erlebt, die ich heute erzählen will:

(c) Animal Care Austria

Lea und Lilly, wenige Stunden nach der Rettung

Zwei Kollegen waren gerade in verschiedenen Dörfern in Rumänien unterwegs, als sie an einem Mistplatz vorbeikamen. Ihr Blick fiel auf eine Hündin und auf einen Welpen, die da einfach entlang gelaufen kamen – es war aber nicht die Hundemutter, sie hatte ihn „adoptiert“, wollte ihm helfen, ihn schützen und dabei war sie noch dazu kleiner als der Welpe; sie kamen wohl, weil Autos eben Mist abgeladen hatten und da etwas zu essen dabei sein hätte können. Und das Essen brauchten sie auch. Sie waren abgemagert, dünn und ziemlich sicher nicht kastriert. Unsere Kollegen von der Partnerorganisation nahmen die zwei gleich mit und wir alle peppelten sie erst einmal auf. Man darf eben nicht vergessen, dass eine Kastration eine Operation ist und komplett abgemagerte, vielleicht auch kranke Hunde, die an Mangelernährung leiden, kann man nicht ohne Weiteres einfach kastrieren.

Nach einem Aufenthalt in einem Partnertierheim in Rumänien in einer unserer ACA-Care Stations lief unser Programm zum Aufpäppeln weiter. Nach wenigen Monaten (ja, so etwas dauert!) ging es der Hündin besser. Natürlich ist Lilly, so nannten wir die größere, ein bisschen mitgenommen. Sie hat wohl eine Augenverletzung aus ihrer Zeit auf der Straße. Aber sie ist so eine liebe, verspielte und süße Hunde-Dame, dass sie es einfach verdient hat, jemanden zu finden. Sie fragen sich sicherlich, was aus dem Welpen wurde. Nun, Lia ist bereits adoptiert worden. Das geht bei Welpen meistens um einiges schneller!

Ich möchte noch allgemein auf die Wichtigkeit der Kastration eingehen. Denn eine Hündin, die unkastriert gedeckt wird, bekommt freilich Junge. Dadurch potentiert sich leider eben auch die Anzahl der Straßenhunde. So einfach ist die Rechnung. Insofern ist es unglaublich wichtig, dass wir diese Kastrationsprogramme durchziehen. So schön diese Happy Stories sind, so gut wäre es, gebe es einfach weniger Hunde, die so eine Art von Vermittlung bräuchten. Sie müssen schließlich rechnen, dass auf leider jeden vermittelten Vierbeiner noch mindestens ein weiterer kommt, der da draußen auf der Straße lebt oder im besten Fall in einer unserer Care Stations.

Apropos: Lilly wartet noch auch ein neues Zuhause!

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lie.bell

lie.bell bewertete diesen Eintrag 10.04.2016 17:36:27

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