Die Johanna war die Erbprinzessin der Königreiche Kastilien und Aragon, nachdem ihr Bruder jung verstorben ist.

Sie heiratete im Alter von 14 Jahren den Habsburger Philipp den Schönen vom Herzogtum Burgund. Sie hatte mit ihm 6 Kinder, die gesund geboren und aufgewachsen sind. Sie war eine kleine Frau, war schon als Kind ernsthaft und introvertiert, war sehr gebildet, sprach mehrere Sprachen.

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Nach dem Tod ihres Mannes ist sie mit dem Sarg in Spanien herumgezogen. Es gab einen Streit mit der Familie über die Grabstätte. Anschließend wurde sie in ein Kloster weggesperrt und so kaltgestellt, damit andere Familienmitglieder die Herrschaft ungestört ausüben konnten.

Ob die Frau wahnsinnig gewesen ist, geht aus den Quellen im Internet nicht hervor.

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Eigentlich will ich diese Geschichte als Einleitung benutzen, um auf andere Begebenheiten hinzuweisen.

Die Königstöchter wurden oft aus staatspolitischen Gründen mit den Prinzen anderer Länder verheiratet. Sie mussten sich für diesen Zweck opfern, um machtpolitische Gelüste zu befriedigen und ein gutes Verhältnis zu einem verfeindeten Land herzustellen.

Sie mussten sich für den Staat - einem Manne hingeben, den sie oft nicht geliebt haben. Sie wurden schlecht behandelt, betrogen und in späteren Jahren kaltgestellt. Da ist es kein Wunder, wenn eine Frau psychisch gestört wird.

Einige Fallbeispiele:

Ihre Schwester Katharina wurden mit dem Englischen Tudor Prinzen verheiratet. Als dieser starb, musste sie den König Heinrich VIII heiraten. Dieser hat sie nach Strich und Faden betrogen und weggesperrt. Der König Heinrich war berühmt für seine vielen Frauen.

Ihr Schwiegervater – Kaiser Maximilian – war zuerst mit der Maria von Burgund verheiratet. Diese starb, als sie während der Jagd vom Pferd gestürzt ist. Später heiratete er die Italienerin - Bianca Maria Sforza , er heiratete sie nur wegen der Mitgift – die Habsburger hatten immer eine Geldnot. Er liebte die Italienerin nicht, hatte mit ihr keine Kinder. Stattdessen hatte er immer die Bettweiber für seine sexuellen Bedürfnisse, die im Troß mitreisten, um dem Kaiser zur Verfügung zu stehen.

Ihr Sohn – Kaiser Karl V – war verwitwet, hatte aber mit einer Regensburger Jungfrau – Barbara Blomberg – ein Techtelmechtel, wobei die Frau von ihm schwanger wurde. Sie gebar einen Sohn – Juan de Austria. Das Kind wurde der Mutter weggenommen und in Spanien erzogen. Die Frau wurde mit einem Spanischen Kommandeur in den Niederlanden zwangsverheiratet.

Einige hundert Jahre später war noch genau so. Die Belgische Prinzessin Stephanie musste den Kronprinz Rudolf heiraten. Er liebte sie nicht, aber sie hatten zusammen eine Tochter. Die Prinzessin wurde am Hofe verachtet. Ihre Schwiegermutter - Kaiserin Elisabeth - bezeichnete sie als Trampel. Schließlich wurde die Stephanie von ihrem Mann mit Syphilis angesteckt, wodurch sie unfruchtbar wurde.

Möglicherweise sind meine Kurz-Darstellungen nicht historisch genau. Wer das richtigstellen möchte, kann einen Kommentar dazu einfügen.

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https://de.wikipedia.org/wiki/Johanna_(Kastilien)

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