1. Müssen wir annehmen das die gesamte Welt, alle 190+ Staaten in diesem Kulturkampf - grob gesagt: Links gegen Rechts, Autonomous progressiv(istik) Zones gegen Bürgerlichkeit, Antifa in allen Versionen gegen staatlich-eingewählte Institutionen usw. - sich wirklich durch alle Länder - mit hineinzieht, oder ist es mehr eine Sache ala "Pazifikküste gegen Trump"...

2. Jedenfalls ist diese Spaltung zunächst einmal ausgeprägt in allen westlichen Staaten vorzufinden. Man könnte schon auch sagen – es ist eine Fortsetzung des Kampfes Kapitalismus gegen Kommunismus – in neuen Formen. Der Liberalismus, die Liberalität hat sich mit dem Ende des Feudalismus doch über diese durchgesetzt. Im Norden jedenfalls in meritokratischen Formen (Geldverdienstleistung vor Blutsbande) im Süden nach wie nach wie vor in klientelistischen Formen (Blutsbande vor Leistung)…

3. Hier geht es aber im 21. Jh. doch schon primär um einen Schritt weiter: Die relativ lange Friedenszeit hinter sich – erlaubt den Menschen sich nun um eine Art Werte-Primat zu streiten:

* Links fordert heute primär frei von Herrschaft aller Art zu werden. Also jede Fremdbestimmung abschütteln und bestenfalls in eine Vertragsform um wandeln (Dienst- oder Werkvertrag). Damit kann man in einer Bürgerlichen Gesellschaft – in der immer noch (mit Ergänzungen) das Allgemeine Bürgerliche Gesetzbuch (in Auftrag gegeben im 18.Jh.von der Habsburger-Kaiserin Maria-Theresia) in Mitteleuropa, und grosso modo in ganz Europa ja weltweit (der Code Napoleon gilt in Anpassungen bis Japan), ist eine westliche Form seine Arbeit in Brot und Lohn nicht-feudal umzuwandeln (das angelsächsische Recht zäumt das Pferd von unten auf, kommt aber vielfach auf sehr Ähnliches hinaus).

* Nun das will der Progressivismus nun auch diese Formen des innerstaatliche Arrangements via Vertrag abschütteln: totale Selbstbestimmung aller - jedenfalls einmal für die eigene Person wird angeträumt. Und – da sind nun die ersten Kleinversuche unterwegs (SEATTLE), - nachdem die Großversuche (UdSSR, Maoismus etc. ) bisher alle gescheitert sind.(Ich bin auch kein Anhänger dieses Progressivismus: ich will Unternehmertum und Staat je mit angemessenen Machträumen...)

4. Das ungelöste Rätsel ist die Selbstbestimmung im Kollektiv ist also etwa

- erst einmal in einem Bezirk, Kleinstbezirk (wie CHAZ, oder Ottakring...): Wie kommt man zu durchgehender Selbstbestimmung trotz arbeitsteiligem Zusammenwirken. Dieses wurde ja nun seit der Französischen Revolution vielfach durchgespielt und ausgebaut, letztlich in Verfassungskunstwerken, die allen wichtigen Institutionen einen sinnvollen und "gut zusammenspielenden" Platz einräumen (vgl. etwa die österreichische Verfassung von Hans KELSEN aus 1919, die nur durch Addenda weitergebaut wurde, aber nicht in der Grundarchitektur je verändert): Es gelten Regeln für den Aufbau von Gesetzgebungsinstitution, Verwaltungsinstitution(en), und Judikativen Institutionen. - Und die Bevölkerungen haben nach diesen Regeln grosso modo im nationalenn Innenverhältnis – die 10% Korruption darf man in jedem Sozialsystem annehmen – doch ganz gut eine Zivilisation gelebt; allerdings seit dem Wr. Kongress - dem Re-Arrangement im großen Raum seit der franz. Revolution - um den Preis nationaler Kriege.

5. Nun ginge es vielmehr um eine weltumspannende Neue Institution, die schnell auch richtig durchsetzungsstark werden müsste,– um den bisher nicht recht zur Kenntnis genommenen Mitspieler (die Natur der Planetenoberfläche) für bisherige Beschädigungen zu entschädigen und vor kommenden Schädigungen zu bewahren. – Ja, die Natur müsste zu einem geschätzten und geschützten Mitspieler gemacht werden: Eigentlich sollte die UNO und ihre dbzgl. Spezialorganisationen dies bereits darstellen, aber sie sind noch zu ohn-mächtig, statt richtig mächtig und durchsetzungstark zu sein. Oder ist die IDEE einer UNO an sich zu einseitig gedacht... good ideas rare....

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