Gute Nachrichten: VIER PFOTEN-Team kastriert mehr als 12.000 Streunertiere weltweit

VIER PFOTEN

Heute darf ich an dieser Stelle ein kleines bisschen stolz auf meine Kolleginnen und Kollegen sein. Wir haben nämlich neue Zahlen bekommen. Das 33-köpfige Streunerhilfe-Team von VIER PFOTEN hat 2015 insgesamt 12.451 Streunertiere – davon 4.735 Katzen und 7.716 Hunde – kastriert, geimpft, entwurmt und medizinisch versorgt. Dabei waren die Tierärzte und Tierpfleger in neun Ländern unterwegs: Albanien, Bulgarien, Deutschland, Indien, Litauen, der Schweiz, Rumänien und der Ukraine – und auch Österreich.

Das Schöne dabei war: Das Team rund um Leiterin Dr. Anca Tomescu wurde überall von den Behörden, den Tierärzten und den Menschen vor Ort herzlich empfangen und tatkräftig unterstützt, was unsere Arbeit um einiges erleichtert hat.

Warum Massentötung nicht zielführend ist

In vielen Ländern der Welt bevölkern tausende Streunertiere die Straßen, immer auf der Suche nach Futter. Viele von ihnen sind krank und brauchen dringend medizinische Versorgung. Die Behörden reagieren häufig mit Massentötungen - eine völlig sinnlose Maßnahme. Wissenschaftliche Studien belegen aber, dass Massentötungen die Zahl der Streuner langfristig nicht verringern, da die Tiere, die überleben, sich weiter vermehren. Wir sind davon überzeugt, dass Kastrationsprogramme die einzige nachhaltige und tierfreundliche Methode zur Kontrolle von Streunerpopulationen weltweit darstellen. Das Gesamtkonzept beinhaltet nationale Aktionspläne, die von den Behörden aufgestellt werden, während Tierärzte und Tierschutzorganisationen die Entwicklung und Durchführung der Programme begleiten.

Das VIER PFOTEN Streunerhilfe-Team arbeitet nach der sogenannten Catch-Neuter-Release Methode – dem einzige Ansatz zur weitgehenden Regulierung von Streunerpopulationen, der auch von der WHO (World Health Organization) als nachhaltig und human angesehen wird. Jeder eingefangene Streuner wird kastriert, geimpft, wenn nötig medizinisch behandelt und registriert (durch Ohrmarke oder Chip). Die behandelten Tiere bleiben danach 24 Stunden in einer Aufwachstation unter Beobachtung. Anschließend werden sie in ihrem angestammten Territorium wieder freigelassen. So kann das Tier seine ursprüngliche Position in der Rangordnung in seinem Territorium wieder einnehmen und dort weiterleben ohne sich zu reproduzieren.

Wiens Streunerkatzenteam: Bislang knapp 900 Katzen kastriert

Auch in Wien stieg bis vor kurzem die Population der streunenden Katzen stetig an, wenngleich das Problem natürlich zahlenmäßig viel geringer als in anderen Ländern ist. Doch das Tierleid bleibt dasselbe. Deshalb startete VIER PFOTEN mit der Stadt Wien im Jahr 2013 ein gemeinsames Kastrationsprojekt. Es wird wissenschaftlich von der Veterinärmedizinischen Universität begleitet. Im Rahmen des gesamten Projekts wurden bislang knapp 900 Katzen kastriert.

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Spinnchen

Spinnchen bewertete diesen Eintrag 23.02.2016 12:46:09

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