🍅 Kapitel 1: Die Heilige Sauce der Gleichberechtigung
Die Website erlaubt „Allah“.
Sie erlaubt „Satan“.
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Danke!
Aber „Jesus“?
Nein, das war zu viel.
Die digitale Ketchup‑Ethikkommission sagte: „Sorry, dieser Name ist uns zu heiß.“
Währenddessen fragt sich die Welt:
Warum kann man Satan auf eine Flasche drucken, aber nicht Jesus – und warum reden wir überhaupt darüber?
🍅 Kapitel 2: BILD steigt vom Berg herab
Dann geschieht das Wunder:
BILD schreitet ein – wie Moses, nur mit Smartphone statt Steintafeln – und testet die Eingabemaske.
Und siehe da:
Jesus ist blockiert.
Hitler ist blockiert.
Nazi ist blockiert.
Die Redaktion verkündet:
„Wir haben recherchiert!“
(Was in diesem Fall bedeutet: drei Wörter in ein Textfeld eingeben.)
Und plötzlich wird klar:
Die Welt hat keine größeren Probleme mehr.
🍅 Kapitel 3: Die große Ketchup‑Verschwörung
Einige Menschen sehen darin sofort den Untergang des Abendlandes.
Andere sehen darin eine Marketingpanne.
Und wieder andere sehen darin…
eine Schlagzeile.
Die Debatte eskaliert:
Ketchup wird zum Symbolkampf.
Zum Kulturkampf.
Zum Glaubenskampf.
Zum Kampf um die Frage:
„Wer darf auf die Flasche?“
🍅 Kapitel 4: Heinz reagiert – und die Welt ist gerettet
Heinz erklärt schließlich:
„Unsere Saucen sind für alle da.“
Und passt die Website an.
Jesus ist wieder erlaubt.
Allah war nie verboten.
Satan bleibt weiterhin verfügbar, falls jemand eine besonders würzige Grillparty plant.
Ob Hitler und Nazi jetzt auch erlaubt sind?
Keine Ahnung – BILD hat offenbar Wichtigeres zu tun.
Vielleicht muss erst ein Reporter heldenhaft die Eingabe „Kartoffelsalat“ testen, bevor die Redaktion wieder Zeit hat.
🍅 Kapitel 5: Die Insel der Erleuchtung
Doch das Wunder gilt nur für Großbritannien und Irland.
Deutschland bleibt außen vor.
Hier gibt es keine personalisierten Etiketten.
Die Welt ist also gerettet –
aber nur insular,
wie so vieles in der britischen Politik.
🍅 Fazit
Die Menschheit hat wieder einmal bewiesen:
Wenn es wirklich wichtig wird,
wenn es um Freiheit, Gleichheit und Würde geht,
wenn die Demokratie wankt und die Gesellschaft bebt –
dann steht irgendwo jemand auf und kämpft für das Recht, Jesus auf eine Ketchupflasche zu drucken.