Warum Sachsen-Anhalt die Schulen abschaffen will - Kampf gegen Überfremdung

In Sachsen‑Anhalt kündigte Ulrich Siegmund nach einem hypothetischen Wahlsieg der AfD an, endlich „Ordnung ins Zahlenwesen“ zu bringen. Die Schulpflicht solle fallen, denn wahre deutsche Kinder bräuchten keine Schulen – „Intuition reicht“, verkündete er angeblich stolz. Mathematik? Überbewertet. Rechnen? Eine Zumutung.

Doch der eigentliche Befreiungsschlag komme erst jetzt: Das Verbot der arabischen Ziffern. Diese seien, so die neue „Heimat‑Arithmetik“, ein Symbol der „Überfremdung“ und des „Ziffernaustauschs“. Die 1, 2 und 3 hätten sich „jahrhundertelang heimlich eingeschlichen“, und es sei höchste Zeit, sie „zur Remigration zu motivieren“.

Stattdessen sollen künftig rein deutsche Ersatzsymbole genutzt werden: Die „Eins“ wird durch ein „Stramm‑Geradeaus“ ersetzt, die „Zwei“ durch ein „Doppel‑Heil‑Haken“, und die „Drei“ durch ein „Tri‑Heimat‑Gebilde“, das laut Parteipapier „für alle verständlich“ sei – außer natürlich für jeden, der zählen kann.

Die Landesverwaltung bereitet sich bereits vor: Steuerbescheide werden künftig mit Runen verschickt, Geschwindigkeitsbegrenzungen durch Rätsel ersetzt, und die Abiturprüfung besteht aus der Frage: „Wie deutsch fühlst du dich heute?“

Ein Sprecher beruhigte: „Keine Sorge. Chaos entsteht keines. Wir schaffen ja die Schulen ab.“

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