Ich habe hier auf dieser Plattform gerade einen Text gelesen über die vielen Probleme, die es gibt und die sich noch ergeben werden – Probleme, für die "die guten Menschen" verantwortlich sind, also all jene Menschen, die sich für Flüchtlinge engagieren. Die Grundaussage: Die Welt ist so schlecht, dass es nichts nützt, Gutes zu tun. Im Gegenteil, damit schadet man sich, anderen und nicht zuletzt den eigenen Kindern. Das sehe ich aber anders – und das zeigt auch ein kurzer Blick in die Entwicklung der Menscheit.

1955, Montgomery (USA). Die schwarze Bürgerrechtlern Rosa Parks wird festgenommen und zu einer Geldstrafe verurteilt, weil sie sich weigert, in einem Bus einem Weißen Platz zu machen. Dies war der Beginn eines gewaltlosen Widerstandes, der schließlich 1968 im Civil Rights Act endete, der Gleichstellung schwarzer und weißer Bürger in den USA. Reverend Martin Luther King, führender Bürgerrechtler und Vorkämpfer erlebte diesen Tag nicht mehr. Er wurde Opfer eines "Realisten", der sich vor den Folgen der Aufhebung der Rassentrennung fürchtete.

1944, Plaszow (Polen). Der Fabrikant Oskar Schindler weigert sich zur Kenntnis zu nehmen, dass seine (jüdischen) Zwangsarbeiter im Rahmen der Verlegung seiner Produktion, wegen dem Vorrücken der Roten Armee, in Vernichtungslager deportiert werden sollen. Unter Einsatz seines eigenen Lebens schafft er es 1300 Leben zu retten, indem er sie zu unersetzlichen Arbeitern in seiner Munitionsfabrik erklärt. Schindler ist damit einer von vielen, die sich einem Wahnsinnsregime entgegenstellten, welches 1945 wirtschaftlich und militärisch zusammenbrach. Die Kapitulation der deutschen Wehrmacht am 8. Mai 1945 ist ein großer Tag für die gesamte Menschheit. Für manche "Realisten" ist er allerdings kein Tag der Freude.

1859, Solferino (Italien). Der Schweizer Geschäftsmann Henry Dunant wird Zeuge der Schlacht von Solferino und San Martino, bei der an einem einzigen Tag 6.000 Soldaten getötet und 25.000 verwundet werden. Sein darauf folgendes Engagement für eine angemessene Versorgung der Verwundeten gipfelt in der ersten Genfer Konvention „betreffend die Linderung des Loses der im Felddienst verwundeten Militärpersonen“ und zur Gründung des internationalen Roten Kreuz.

Ja, ich gebe Kritikern recht: Die Welt ist ein schlechter Ort. Doch dank guter Menschen, die sich einsetzen sie besser zu machen, ist sie nicht mehr so schlecht, wie sie es schon war. Schon die alten Chinesen wussten es: "Es ist besser, eine Kerze anzuzünden, als die Dunkelheit zu schelten"

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