Als das FBI seinen Safe aufsägte, erwarteten sie Bargeld.
Sie fanden 70.000 Dollar, 48 lose Diamanten und etwas, das die Staatsanwälte innehalten ließ: einen Reisepass.
Österreichisch. Ausgestellt in den 1980er-Jahren. Epsteins Foto. Ein fremder Name.
Und unter „Wohnort“: Saudi-Arabien.
Bei seiner Kautionsanhörung sagten seine Anwälte: „Er hat ihn vor Jahrzehnten bekommen. Zum Schutz vor Entführern. Er ist Jude. Er hat ihn nie benutzt.“
Der Staatsanwalt hielt ihn hoch. „Dieser Pass hat Stempel. Frankreich. Spanien. Großbritannien. Saudi-Arabien. Er wurde benutzt. Mehrfach.“
Der Richter fragte: „Wie ist er an diesen Pass gekommen? Ist er Staatsbürger eines anderen Landes?“
Stille.
Was sie verschwiegen: Epstein reiste seit 30 Jahren nach Saudi-Arabien.
Dezember 2016. Seine Assistentin schickt vor einer Reise nach Riad eine E-Mail: „Soll ich das Four Seasons buchen? Oder kümmert sich der König darum?“
Er kehrt mit einem Geschenk zurück. Von Kronprinz Mohammed bin Salman. Persönlich.
April 2018. MBS ist in Paris. Er lässt den Louvre – nur für sich – schließen. 400 Wachen.
Epstein schreibt per SMS: „Ich bin unterwegs.“
Bei einer Razzia des FBI in seiner Villa finden sie ein gerahmtes Foto. MBS. Aufgehängt zwischen Präsidenten und Milliardären.
Sommer 2019. Epstein plant eine weitere Reise nach Saudi-Arabien.
6. Juli: Das FBI verhaftet ihn am Flughafen.
15. Juli: Anhörung zur Kautionsfreigabe. Zwei Opfer melden sich zu Wort. „Ich war 16 Jahre alt“, sagt eine mit zitternder Stimme. „Es ist beängstigend, wenn er frei herumläuft.“
Eine andere: „Ich war 14. Ich glaube, es gibt niemanden, der bösartiger ist.“
Richter lehnt Kaution ab.
10. August: Epstein wird tot in seiner Zelle aufgefunden.
Doch hier ist, was das FBI der Öffentlichkeit verschwiegen hat:
In dem Safe, neben dem Pass, befanden sich Festplatten. Dutzende. Einige mit Namen beschriftet, andere mit Datumsangaben.
In seiner Villa hingen neben dem Foto von MBS weitere Fotos. Andere Prinzen. Andere Regierungen. Alle wie Trophäen ausgestellt.
Und in den E-Mails seiner Assistentin über Saudi-Arabien gab es eine Zeile, die die Staatsanwaltschaft vor Gericht nie verlas. Darin ging es darum, warum der König sich möglicherweise um Epsteins Unterkunft „kümmerte“.
Es geht um 490 Millionen Dollar. Zwei milliardenschwere Klienten. Und ein Geschäftsmodell, das niemand erklären konnte.
Wenn dieser Pass gefälscht war, was war dann noch alles gefälscht?
Und warum zahlten ihm zwei amerikanische Milliardäre 490 Millionen Dollar für „Finanzberatung“? 👇