Ich sage es ganz offen: Jetzt reicht’s. Die EU will demnächst das Notbremssystem zur Pflicht machen – ein System, das für mich bremst, obwohl ich am Steuer sitze. Ein Auto, das entscheidet, wann ich gefälligst stehenzubleiben habe. Ein Auto, das glaubt, es wisse besser, was gut für mich ist. Ein Auto, das mich behandelt wie einen Fahranfänger mit feuchten Händen.
Und ich frage mich: Seit wann ist der erwachsene Bürger, der mündige Wähler, eigentlich ein Kind, dem man die Streichhölzer wegnehmen muss?
Ich werde mir bei der nächsten Wahl sehr genau überlegen, ob ich meine Stimme weiterhin Parteien gebe, die Autofahrer so sehr bevormunden, dass sie ihnen sogar die Bremse aufzwingen, wenn sie gar nicht bremsen wollen.
Denn ganz ehrlich: Schon die rote Ampel empfinde ich als eine Form der Nötigung. Da stehe ich, obwohl ich fahren will. Da blinkt ein Licht, und ich gehorche. Warum eigentlich? Weil es „Regeln“ gibt? Weil irgendein Verkehrsplaner beschlossen hat, dass ich jetzt gefälligst stehenzubleiben habe?
Und Einfahrverbots-Schilder? Eine völlig unangemessene Einschränkung der Freizügigkeit. Ich will da reinfahren. Das Schild sagt nein. Wer hat dieses Schild gewählt? Ich nicht.
Vom Verbot des Stinkefingers ganz zu schweigen – eine eklatante Einschränkung der Meinungsfreiheit. Wenn ich im Straßenverkehr nicht einmal mehr meine tiefsten Gefühle in klarer, eindeutiger Handzeichen-Sprache ausdrücken darf, dann frage ich mich wirklich, wie frei dieses Land noch ist.
Unverschämt dagegen: Der Fisch am Heck bleibt erlaubt. Dieses religiöse Symbol, das sich hartnäckig hält wie ein Aufkleber, den man nicht mehr abbekommt. Ein Zeichen, das sich auf Parkplätzen und Stoßstangen ausbreitet wie ein eigenes Ökosystem. Ein fundamentalistisches Symbol, wie die afghanische Schahada. Aber klar – das ist natürlich völlig unproblematisch.
Ich sage es, wie ich es empfinde:
Freiheit für alle Autofahrer. Nieder mit den Verkehrsregeln.
Wenn schon Entmündigung, dann bitte mit Ansage. Wenn schon Bevormundung, dann wenigstens ehrlich.
Bis dahin bleibe ich empört – und sehr aufmerksam, wem ich meine Stimme gebe.