Franz SCHNABL zum Wahlkampf der SPÖ-NÖ, zur FPÖ-NÖ und Andreas Bors

Franz Schnabl ist Spitzenkandidat der SPÖ-NÖ bei der NÖ-Landtagswahl 2018

Franz Schnabl …

… am 14.12.1958 in Neunkirchen geboren

… absolvierte 1977 die Schulabteilung der Bundespolizeidirektion

Wien

… 1986 Leiter der Adjutantur des Generalinspektorates

… 1993 Leiter des Referates I des Generalinspektorats

… 1995 Brigadier

… 1999 jüngster Generalinspektor der Sicherheitswache

… 2002 von Innenminister Ernst Strasser abberufen, weil er seine

Tochter von einer Donnerstagdemonstration gegen die schwarz-

blaue Regierung persönlich abgeholt hatte.

… 2002 Sicherheitschef bei Magna International Europa

… Vice President Human Resources bei Magna International Europa

… 2017 Spitzenkandidat der SPÖ Niederösterreich für die

Landtagswahl 2018, Landesrat für Gesundheit, soziale Verwaltung und Asyl

Franz SCHNABL fordert,

1) Billigeres und leistbares Wohnen

2) kürzere Wartezeiten bei Operationen und in den Ambulanzen

3) dass 100 % der Kindergärten in NÖ ein 9-Stundentages-

betreuungsangebot haben

FRAGE: Zum Wahlkampf: Was ist ihre Strategie?

Franz SCHNABL: Unsere Plakate sind eine Antwort auf das „Wir“ der ÖVP. Wir sind für eine zweite Meinung!

Unser Zugang ist, dass jeder, der zum Arzt geht und dort eine Diagnose erhält, die ihm nicht gefällt, eine zweite Meinung holt.

Jeder der ein Haus baut, nimmt auch nicht das erst beste Angebot eines Baumeisters an, sondern holt sich ein zweites, drittes oder viertes Vergleichsangebot. Jeder, der sich ein Auto kauft, der fragt bei drei Autohändlern, wieviel Prozent er bekommt.

Daher ist unsere Ansage „Nicht jede andere Meinung oder jede zweite Meinung ist schlecht, sondern wie jedes logische zweite Angebot, das jeder holt, vom Baumeister, vom Arzt oder vom Autohändler“ nicht schlecht, sondern gut. Nicht die erstbeste Meinung ist die beste Lösung!

FRAGE: Warum sollen die Leute in NÖ zur SPÖ gehen und nicht zur FPÖ, um eine zweite Meinung einzuholen?

Franz SCHNABL: Sie können zu jedem gehen und sich die Meinungen und Argumente anschauen und sollen vergleichen zwischen den inhaltlichen und qualitativ unterschiedlichen Angeboten der diversen Parteien. Da habe ich überhaupt kein Problem damit.

Ich bin aber davon überzeugt – dass wir, die Sozialdemokraten Niederösterreichs - sowohl personell als auch inhaltlich das beste Angebot für die Wählerinnen und Wähler haben!

FRAGE: Warum und in welchen Punkten glauben Sie das bessere Angebot zu haben?

Franz SCHNABL: Im Bereich Wohnen, im Bereich Gesundheit, im Bereich Bildung und so weiter - das ergibt sich alles aus unserem Programm.

Im Konkreten:

Wir wollen Wohnen billiger und leistbarer machen.

Wir wollen ein besseres Gesundheitsangebot, was die Wartezeiten bei Operationen und in den Ambulanzen betrifft. Wir wollen jetzt schon ein vorbeugendes Konzept auf einen drohenden Ärztemangel im Fachärztebereich und im niedergelassenen Bereich und nicht auf 2019 warten, bis er da ist.

Wir wollen schon jetzt eine Verbesserung im Kindergartenbereich. Derzeit haben nur 37 % der Kindergärten in NÖ ein Betreuungs-angebot von 9 Stunden. Wir wollen, dass 100 % der NÖ-Kindergärten ein Tagesbetreuungsangebot von 9 Stunden haben!

FRAGE: Wie sehen sie den Fall „Andreas Bors?“ (Redaktioneller Hinweis: Andreas Bors ist vor drei Jahren wegen einer Wiederbetätigungspose als 17-Jähriger in den Schlagzeilen gekommen. Die Staatsanwaltschaft musste das Wiederbetätigungs-Verfahren wegen Verjährung einstellen. Die FPÖ-NÖ hat am 15.11.2017 Andreas Bors als NÖ-Kandidaten für den Bundesrat präsentiert. Nach einem „Sturm der Medien“ zog Andreas Bors seine Kandidatur zurück)

Franz SCHNABL: Ich bin froh, dass Andreas Bors seine Kandidatur zurückgezogen hat. Ich halte jemanden mit so einer Sichtweise zu Nationalsozialismus und Demokratiefeindlichkeit für nicht fähig, in einem österreichischen Parlament zu sitzen. Für mich ist das sicher auch keine „Jugendsünde“, wie das die FPÖ immer so gerne bezeichnet. Ich halte das für eine bedenkliche demokratische Gesinnung, weil damit auch andere Menschen verächtlich gemacht werden, dass andere Menschen minderwertig sind und dass er eine andere Einstellung zu Demokratie und Mitbestimmung hat. Das heißt ja was! Und wenn wir einem 17-Jährigen das Wahlrecht zu billigen, dann müssen wir natürlich auch verlangen, dass er politisch mündig genug ist, die Folgen seiner Handlungen auch entsprechend bewerten zu können.

FRAGE: Was ist das Wahlziel der SPÖ in NÖ?

Franz SCHNABL: Stärker werden.

FRAGE: Und sonst? Platz zwei vielleicht?

Franz SCHNABL: Platz zwei? Ja, selbstverständlich! Stärker werden impliziert ja alles. Unser Ziel ist es: Die absolute Mehrheit der Volkspartei zu brechen und stärker werden – und deutlich vor der FPÖ bleiben.

FRAGE: Die FPÖ warf ja der SPÖ in letzter Zeit ein schaumgebremstes Agieren gegen Mikl-Leitner vor,

weil sie angeblich nach der Wahl die Koalition mit der ÖVP anstrebt….

Franz SCHNABL: Wir wissen, dass der Herr Klaus Schneeberger und der Herr Udo Landbauer in Wiener Neustadt „so sehr kuscheln , dass es ihnen sogar wurscht ist, dass die relativ stärkste Partei zwar die SPÖ mit über 40% ist und trotzdem die ÖVP mit ihren knapp über 30% mit Schneeberger den Bürgermeister stellt und Landbauer mit etwa 11% den Vizebürgermeister – gegen die relativ stärkste Partei! Und da ist dann schon sehr pharisäerhaft von der FPÖ, da irgendetwas nur über die SPÖ in Sachen „Mögliche Koalition“ zu sagen!

Das Interview habe ich mit Franz SCHNABL vor einigen Tagen geführt.

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