Außen BLAU, innen BRAUN! Der Lack von Udo LANDBAUER ist ab.

Seit etwa 17 Jahren gehörte Udo Landbauer der schlagenden Mittelschulverbindung "Germania zu Wiener Neustadt" an. Vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass seine Verbindung Liederbücher mit eindeutig antsemitischen und auch naziregime-verherrlichenden Texten besitzt.

Ich war übrigens selbst bei einer farbentragenden katholisch- österreichischen Studentenverbindung im CV (sie ist weder deutschnational noch schlagend) und trotzdem gab es in unserer Bude alte Liederbücher mit diesen widerlichen Texten. Als wir jungen Studenten diese Mitte der 70er-Jahre entdeckten, war sofort klar: Wir brauchen neue Liederbücher - ohne diese Texte. Innerhalb kürzester Zeit haben wir uns selbst - nach Beschluss des entsprechenden Gremiums - neue gedruckt. Sie sind vermutlich noch heute in Verwendung.

Also mir kann wirklich kein farbentragender Student erklären, dass er nicht gewusst habe, dass es Lieder mit solchen Texten gibt. Und für schlagende Verbindungen gilt das erst recht!

Und was sagte Udo Landbauer, als jahrelanger stellvertretender Vorsitzender der Altherrenschaft dieser Verbindung, zu den inkriminierenden Texten? Im Wesentlichen folgendes: "Nichts gehört! Nichts gesehen! Nichts gewusst!"

Trotzdem - warum eigentlich, wenn angeblich ohnehin alles in Ordnung ist (???)- verkündete dann Landbauer unter medialem Druck, dass er seine Mitgliedschaft "ruhend stellt" und trat dann ein paar Stunden später nach eigenen Angaben aus der Verbindung aus. Im ZIB-2-Interview mit Armin Wolf am 24.1.2018 erklärte er dann: "Ich bin kein Mitglied der Burschenschaft!"

Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen "Wiederbetätigung".

Parallel dazu hat die FPÖ eine "Jetzt-erst-recht-Kampagne" gestartet? Warum eigentlich? Wurde Udo Landbauer Unrecht getan?

Wohl kaum! Sonst wäre er sicher nicht aus seiner Verbindung ausgetreten. So einen Schritt setzt gerade ein schlagender Student nicht "leichtfertig".

Wir leben in einer schnelllebigen Zeit - und es wird (auch von den Medien) schnell vergessen. Und deshalb möchte ich an den NOVEMBER 2017 erinnern!!

Am 15.11.2017 präsentierte die FPÖ-NÖ Andreas BORS als ihren Kandidaten für den Bundesrat. Andreas BORS,FPÖ-Funktionär in Tulln, ist im Jahr 2014 in die Schlagzeilen gekommen, da von ihm ein Foto mit der "Hitlergruß-Pose" aus der Silvesternacht 2006/2007 aufgetauchte und abgedruckt Das darauf von der Staatsanwaltschaft gegen Bors eingeleitete Verfahren wegen "Wiederbetätigung" musste aus formalen Gründen - Verjährung des Tatbestandes - eingestellt.

Für die Spitze der FPÖ-NÖ (vom Vorsitzenden und Nationalrat Walter Rosenkranz über Klubobmann Gottfried Waldhäusl und Nationalrärtin Edith Mühlberhuber bis hin zu Udo LANDBAUER, der am 23.10.2017 zum Spitzenkandidaten für die NÖ-Landtagswahl gekürt wurde) war das Grund genug, das Ganze als "Jugendsünde" zu verharmlosen und dann Andreas BORS sogar noch als Bundesrat vorzuschlagen, der am 16.11.2017 vom NÖ-Landtag gewählt werden sollte. Auf medialen Druck zog Andreas Bors am 16.11.2017 in der Früh seine Nominierung zurück - und die Sache war für alle vergessen. Sogar für alle anderen im NÖ-Landtag vertetenenen Partei!!!

Wieso wird auf diesen skandalösen Nominierungsversuch der FPÖ, bei dem der NÖ-Spitzenkanditat Udo LANDBAUER natürlich mitgespielt hat, so einfach vergessen???

Wieso wird Herr Udo LANDBAUER nicht auch heute noch ganz klipp und klar gefragt: "Wieso haben Sie die Nominierung von Andreas BORS im November 2017" unterstützt???

Vielleicht ist Udo LANDBAUER auch aus Angst vor dieser Frage seit gestern in mediale Deckung gegangen und scheut auffällig das "Licht der Öffentlichkeit"....

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robby

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Persephone

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