McKamey Manor: Die Survival Horror Bootcamp Experience

Noch keine Geschäftsidee geboren, mit der du so richtig abcashen kannst? Willst du dich selbst verwirklichen? Etwas tun, das du wirklich gut kannst? Wie wäre es mit der Weiterentwicklung einer Geisterbahn? Beispielsweise eine, in der sich Menschen ganz freiwillig foltern lassen und ihren ganz individuellen Horror erleben? Du glaubst, das funktioniert nicht? Kein Mensch wäre so blöd, sich freiwillig einer solchen, bis zu 8 Stunden dauernden, Tortur zu unterziehen?

Das McKamey Manor, die "Survival Horror Bootcamp Experience" im Herzen Tennessees und Alabamas, verspricht dir, etwas zu erleben, das du so oder so ähnlich in deinem ganzen Leben noch nie erlebt hast. Ob diese Erfahrung dann auch eine Bereicherung für dein Leben darstellt, musst du selbst entscheiden.

Alles nur ein Spiel

Hier musst du – falls du dich gerne mal fesseln, foltern, ersticken und waterboarden lassen möchtest, im Vorhinein einen Vertrag mit dem narbengesichtigen Betreiber, Russ McKamey, abschließen. Knochenbrüche können dort ja dann doch sehr schnell mal passieren. Aber auch gegen Anklagen aufgrund von Herzattacken und Psychosen sichert sich McKamey vertraglich ab.

“Why do you think, your Dad likes that?”

“Cause he likes torturing people.”

Der Eintritt ist übrigens frei. McKamey nimmt nur vier Dosen Hundefutter von jedem Besucher. Die spendet er einem Verein, der sich um Windhunde kümmert.

Warum tut man sich so etwas freiwillig an?

Vielleicht, weil Menschen wissen wollen, wo ihre persönliche Grenze des Ertragbaren ist. Vielleicht aber auch, um die ultimative Action zu erleben. Vielleicht ist es auch einfach der Trugschluss, man würde durch das Aushalten von vielmaliger Folter stärker werden. Das McKamey Manor als eine Art Abhärtung.

Der Körper reagiert in unbekannten Situationen oft anders, als man es sich vorstellt. Daher würde ich jedem empfehlen, sich sehr gut zu überlegen, ober er sich so etwas freiwillig antut. Und dennoch: Russ verzeichnet in einem Jahr 27.000 Voranmeldungen auf der Warteliste für seine spooky Horrorshow. Es existiert eine rege Nachfrage danach, sich mal so richtig fertigmachen zu lassen.

Es gibt kein Safe Word

Du kannst die Tortur jederzeit beenden: Wenn dich deine Peiniger lassen. Nichtsdestotrotz reist Christina, die Frau im Film, bereits zum zweiten Mal in einem 19-stündigen Flug extra aus Kuwait an, um sich zwischendurch mal so richtig demütigen und foltern zu lassen. Sie will, wie sie sagt, wissen, ob sie noch weiter gehen kann, als beim letzten Mal.

„Christina. Why are you doing this?“

“I don´t know. Probably to push my body further than the first time.”

“Is this a good idea?”

“Ha, why not?”

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berridraun

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