Bis zu 90 Prozent ihres künftigen Erbes will Marlene Engelhorn verschenken. Der Grund: in Österreich wären die Vermögen, und damit die Macht- und Lebenschancen „wahnsinnig ungleich verteilt“. Die 28-jährige Germanistik-Studentin wird von 94-jährigen Oma einen zweistelligen Millionenbetrag bekommen.

Was der Presse ein moralisches Vorbild gilt, ist in Wahrheit nur zum Heulen: es ist ein Hilferuf nach Wirtschaftsbildung.

Schulbücher halten Schüler dumm

Dabei sagt Engelhorn ja nur brav nach, was ihr Österreichs rotgrün-ideologisierte Schulbücher vorsagen. Nämlich, dass man nur reich werden kann, wenn einem der Staat oder die Omi etwas schenkt. Dabei hätte es Opa Curt Engelholm seinerzeit ja vorgemacht: er hatte den heutigen Pharmakonzern Roche zu einem Konzern aufgebaut. Sein kapitalistischer Ehrgeiz schuf zehntausende gute Jobs, versorgte die Bevölkerung mit Medikamenten. Unter Engelholm wurden viele Milliarden an Umsätzen und Gewinnen („quasi aus dem Nichts“) heraus geschaffen – und Milliarden Euro an Steuerleistungen abgeführt. Nur mit ihnen war (und ist) es dem Staat möglich, Germanistik-Studenten auszubilden, die selber nichts produzieren und keinen Wohlstand für die Gesellschaft erzeugen.

Joseolgon https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Bust_of_Curt_Engelhorn_in_Deutsches_Museum.jpg

Reichtum nur durch Produktion

Seit Menschengedenken wird aber nur der reich, der etwas produziert; der Produkte erfindet oder Maschinen konstruiert, um Güter herzustellen. Engelhorns Opa besaß kein Vermögen, bevor er begann, Fabriken zu errichten. Hätte er das nicht getan, er wäre arm geblieben. Diesen Zusammenhang zwischen Tüchtigkeit und Wohlstand, das zu verschweigen, sieht Österreichs rotgrünes Schulsystem als Hauptaufgabe. So lassen sich Staatshörigkeit, Neid und Klassenhass immer am Köcheln halten.

Linke Propaganda

Wie vom Bildungssystem erhofft, geht Engelholm nun der linken Propaganda auf den Leim. Nämlich der Mär, dass etwa 40% der Menschen nichts besitzen. Tatsächlich ist das so – jedoch in Österreichs sozialistischer Tradition begründet, der nach 45% der Menschen Mieter sind. Auch wenn diese 45% Mieter in Luxuswohnungen oder Penthäusern logieren – am Papier besitzen sie nichts. Und das nutzt die linke Propaganda aus, um ein Ungerechtigkeits-Problem zu konstruieren. Wollte man die Ungleichheit in Österreich senken, müsste der Staat (etwa in Form der Gemeinde Wien) bloß Gemeindewohnungen an Langfrist-Mieter verkaufen. Das würde viele Menschen mit einem Schlag zu Vermögenden machen – und die Gesellschaft gleicher.

Erbe hat Wohlstand geschaffen

Vermögen wie die der Frau Engelholm haben in der Vergangenheit Wohlstand und Jobs und Steuereinnahmen (aus dem Nichts) erzeugt. Ohne Menschen wie Engelholms Opa wäre die Schweiz (oder Österreich) arm geblieben. Wenn Engelholm jetzt ihr Vermögen verteilt, wird sie die Schweiz (oder Österreich) um keinen Cent reicher machen. Denn geschenktes Geld ist schnell verbraucht.

Das Problem Österreichs ist auch nicht die materielle Armut – es ist die geistige! Das Resultat seines durch-ideologisierten Schulsystems.

Engelhof wäre gut beraten, ihre Millionen nicht einfach nur bequemen Menschen zu schenken, sondern ihnen „echte Bildung“ zukommen zu lassen. Die könnte aus bequemen Menschen tüchtige machen – so wie Curt Engelholm einer war.

Michael Hörl.

Wirtschaftspublizist, Salzburg.

Sein aktuelles Buch, "Die Armutsindustrie" ist bei Frank und Frei erschienen.

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