800 ppm: Der Tag, an dem die Erdatmosphäre zum schleichenden Gift wurde
Ein atmosphärischer CO2-Gehalt von 800 bis 1000 ppm (parts per million) ist für den menschlichen Organismus nachweislich gesundheitsschädlich. Wenn diese kritische Schwelle überschritten wird, verliert die Luft ihre regenerative Kraft. Der bloße Aufenthalt an der vermeintlich „frischen Luft“ führt dann zu chronischen Kopfschmerzen, schwerer Müdigkeit, Schwindel und massiven Konzentrationsstörungen, da das Blut nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff gesättigt werden kann. Rechnet man den aktuellen, globalen Ausstoß von Treibhausgasen mathematisch hoch, steuern wir bereits in 20 bis 30 Jahren unweigerlich auf dieses Szenario zu.
Auf diesen Zeitraum hat mich eben ein Blogger aufmerksam gemacht, der die 600 ppm in 10 Jahren erreicht sieht und ja, darauf steuern wir zu. 20 bis 30 Jahre können die meisten von uns noch erleben.
Chronische Blutübersäuerung beim Atmen: Die unheimliche Zukunft jenseits der 1500 ppm
Doch das ist erst der Anfang einer biologischen Abwärtsspirale. Sollten die Werte im Zuge einer fortschreitenden Heißzeit weiter steigen und Marken von 1200 bis 1500 ppm erreichen, das wäre dann in 30 bis 40 Jahren, werden die Folgen für den menschlichen Körper drastisch. Bei solchen Konzentrationen leidet die kognitive Leistungsfähigkeit nachweislich um bis zu 50 Prozent; komplexe Denkprozesse werden fast unmöglich.
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2000 ppm im Anflug: Die Menschheit verliert die Hälfte ihrer Denkkraft an die eigene Luft
Steigt der Wert in extremen Ballungsräumen oder durch unkontrollierbare Rückkopplungseffekte der Natur gar auf über 2000 ppm, drohen permanente respiratorische Azidosen – eine chronische Übersäuerung des Blutes –, die das Immunsystem schwächen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen massiv befeuern. Die Erdatmosphäre, die die Evolution über Jahrmillionen perfekt auf unsere Lungen abgestimmt hat, verwandelt sich schleichend in ein schleichendes Gift.
Gasverträge im Jetzt, Kuppelstädte im Morgen: Der zynische Tausch unserer Atemluft
Es ist eine erschreckende, fast zynische Ironie der Gegenwart, dass trotz dieses drohenden Kollapses weiterhin langfristige Verträge über fossile Brennstoffe abgeschlossen werden. Bestes Beispiel sind die jüngsten Abkommen zum Import von Flüssiggas (LNG) aus Kanada. Der Kanadavertrag dauert bis über den "Kopfschmerz-Zeitpunkt" hinaus. Während die Politik die ökonomische Gegenwart sichert, zerstört sie die biologische Zukunft.
Science-Fiction wird Realität: Warum wir bald unter Glaskuppeln leben müssen
Damit rückt eine Dystopie, die wir bisher nur aus der Science-Fiction kannten, in greifbare Nähe: Das Zeitalter, in dem die Menschheit nicht mehr ins Freie gehen kann, ohne ihre Gesundheit akut zu gefährden. Uns bliebe keine andere Wahl, als das freie Leben unter offenem Himmel komplett aufzugeben und uns in eine rein künstliche, technisierte Existenz zurückzuziehen. Die Menschheit müsste fortan vollständig „indoor“ leben – in hermetisch abgeriegelten Gebäuden und unter gigantischen Glaskuppeln, die mit hochkomplexen Filteranlagen ausgestattet sind, um die Atemluft künstlich auf einem erträglichen Niveau zu halten. Die Natur würde zu einer tödlichen Kulisse, die man nur noch durch dreifach verglaste Scheiben betrachten darf. Die düstere Vision von Städten unter schützenden Kuppeln ist keine ferne Fiktion mehr – sie ist eine reale mathematische Vorschau auf eine Welt, die wir sehenden Auges erschaffen.