"Du Negerhure!" – Wenn Rassismus zum Alltag wird.

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Es ereignete sich im heiligen Land Tirol.

Vor wenigen Wochen.

In einem Supermarkt.

Der vierjährige Bub Julian saß im Einkaufswagen, seine Mutter reihte sich in die Schlange vor der Kasse ein. Vor ihr ein Mann um die fünfzig.

Alles völlig normal und nicht außergewöhnlich.

Bis sich besagter Mann zu ihr umdreht und zu schimpfen beginnt.

„Du Negerhure, muss das sein, dass unsere Frauen für die Scheiß-Schwarzen herhalten?"

Dann spuckt er seinen Hass aus, mitten in das Gesicht der Frau. Vor den Augen von anderen Einkäufern und dem Kind. Mitten in Innsbruck. Mitten in Tirol.

Julian hat eine tiroler Mutter und einen afrikanischen Vater.

Der ganz normale Alltagsrassismus in Österreich.

Fremdenhass wird zur Normalität, weil Fremdenhass seit einigen Monaten die tägliche Politik bestimmt und Politiker diesen Rassismus vorleben und ein schlechtes Beispiel liefern.

Die Spuckattacke auf eine Mutter und ihr Kind mitten in Innsbruck macht aber auch Angst. Wann wird nicht mehr nur gespuckt, sondern die Hand erhoben? Wann der Frau mit dem dunklen Kind der Eintritt verwehrt?

Der kleine Julian spricht breitesten Tiroler Dialekt. Es wird nicht mehr lange dauern, bis er merkt, dass ihn manche Menschen nur wegen seiner Hautfarbe weniger wertschätzen.

Fröhliche Weihnachten.

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