Where the children sleep

Manchmal scheint alles ganz einfach. Worte reihen sich aneinander, klar und schön wie der Gebirgsbach der Kindheit, der so eisig war. Aus ihm schmeckte das Wasser so frisch und gut - bis man erfuhr, dass die Bewohner der Hütte ein paar hundert Meter weiter oben es machten wie man selbst: sie hatten einen Balken über den Bach gelegt, unterhalb der eigenen Hütte, nicht sehr bequem, aber ausreichend als Ersatz für die nicht vorhandene Toilette.

Du hast das Wasser dieses Baches nie wieder auch nur angerührt, auch wenn es die lauterste Reinheit verhieß. Du wusstest es besser.

Manchmal glaubst du, wenn du nur ein kleines bisschen wacher wärst, wach genug, um diese davonfliessenden Worte aufzuschreiben, wären nicht nur die Worte klar und schön, sondern würden die großartigsten Gedanken überhaupt offenbaren, vielleicht die Probleme der Welt lösen, mindestens aber dich selbst ein klein wenig besser machen.

Manchmal ist so ein Nachmittagsschlaf einfach eine großartige Sache. Er öffnet ein Fenster in unsere Seelen, die so verloren nicht sein können.

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schlafen, zustand und ort der ruhe und sicherheit.

eltern bringen ihre kinder ins bett, um sicher zu sein.

und ihnen, den kindern, das gefühl der sicherheit zu geben, das es braucht, um einzuschlafen. so selbstverständlich ist das ... für uns.

wir wissen nicht, wollen nicht wissen, dass das nicht selbstverständlich ist.

eigenes bild

so viele kinder auf dieser welt ohne zimmer in rosa und himmelblau, so viele ohne batman- und lillyfee-bettwäsche. so viele kinder, die einfach irgendwo vollkommen erschöpft liegen bleiben. und so viele, die sich nicht trauen, die augen zu schließen, weil irgendwann etwas passierte, das sie nicht vergessen können.

MAGNUS WENNMAN hat sie fotografiert.

http://darbarnensover.aftonbladet.se/chapter/english-version/

mit der geschichte von fatima im kopf schlief ich gestern ein. und träumte furchtbar schlecht.

fatima war eine von denen, die vor der ungarischen grenzschließung noch durch gekommen ist. in ihrem jetzt sicheren heim in schweden malt sie und kann doch nicht vergessen: wie diese frau neben ihr im boot ihr kind bekam. das schon tot war. und einfach über bord geworfen wurde.

eine neunjährige sollte so etwas nicht sehen müssen.

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Globetrotter

Globetrotter bewertete diesen Eintrag 07.07.2016 17:27:43

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