Stimmbruch der Demokratie: Partei verbannt Abweichler wegen Klangverfehlung
Man reibt sich die Augen und fragt sich, ob man in einer politischen Satire gelandet ist: Alexander Eichwald wird aus seiner eigenen Partei ausgeschlossen – und nicht etwa wegen des Inhalts seiner Rede. Nein, der Inhalt war offenbar völlig in Ordnung. Es war lediglich die Tonlage. Die Tonlage! Man muss sich das einmal vorstellen: Eine Partei, die sonst gern betont, wie wichtig freie Rede sei, entdeckt plötzlich die feinsinnige Welt der Stimmfarbenkritik. Offenbar reicht es nicht mehr, was gesagt wird, jetzt wird auch noch streng überwacht, wie es klingt.
Politiker benutzt Stimme ohne vorherige Genehmigung
Man könnte meinen, es handle sich um ein besonders ambitioniertes Theaterseminar, bei dem falsche Betonung sofort zum Rauswurf führt. Vielleicht hätte er einfach etwas weicher sprechen sollen, oder mit mehr Vibrato, oder im freundlich‑pädagogischen Tonfall. Wer weiß. Jedenfalls wirkt es, als würde hier eine neue Kategorie politischer Korrektheit erfunden: die Meinung‑Tonfall‑Freiheit. Nicht nur die Worte müssen passen, auch die akustische Verpackung.
Mitglied spricht im falschen Ton – Partei reagiert mit Exorzismus
Satire braucht manchmal gar keine Pointe. Man muss nur die Realität zitieren, und sie erledigt den Rest selbst.