31 Tage Glück: Wünsche für die Seele

Haben Ihre Kinder schon ihre Briefe ans Christkind geschrieben und haben Sie Ihre eigene Weihnachtswunschliste schon deponiert?

Viel von dem, was wir uns wünschen, ist nicht käuflich – Gesundheit, Zufriedenheit, Glück, geliebt zu werden, beruflichen Erfolg zu haben, eine/n neue/n Partner/in… und viel von dem, was wir uns wünschen, kommt mit einem großen Preisschild daher – das neue Iphone, der neue Fernsehapparat, Schmuck, eine neue Skiausrüstung, Wellnessurlaube.

Wünschen an sich ist eine gute Sache und wünschen darf auch sein. Durch immer neue Wünsche, durch die Sehnsucht nach etwas, werden wir immer wieder aufs Neue angetrieben, entsteht Bewegung, Entwicklung, Fortschritt. Das Erreichen von Zielen verschafft uns das Gefühl von Erfolg, unser Dopamin steigt und das benötigen wir einerseits um stressbedingtes Adrenalin abzubauen und andererseits helfen uns unsere Erfolge auch, daran zu glauben, dass wir noch mehr erreichen können, dass wir auch mit größeren Herausforderungen im Leben zurechtkommen. Daher feiern Sie Ihre Erfolge, auch die kleinsten! Nichts ist selbstverständlich!

Doch kommen wir zu den Wünschen zurück. Die Kehrseite der Medaille ist das, was im Buddhismus „Anhaften“ genannt wird. Das Fixieren auf einen Wunsch, der Zwang zu gewinnen, das fanatische Erreichen wollen eines bestimmten Zieles, das getrieben sein, unbedingt etwas haben zu wollen und die maßlose Enttäuschung, wenn ein Wunsch nicht erfüllt wird.

Es geht darum mit Weisheit und Disziplin und Gelassenheit auf Ziele und die Erfüllung von Wünschen hinzuarbeiten UND auf dem Weg auch alles andere wahrzunehmen. So bleiben wir auch flexibel wenn Hindernisse auftauchen, vielleicht sind sie auf den ersten Blick störend und auf den zweiten hilfreich. Je gelassener wir sind, umso freier ist unser Geist im Denken out-of-the-box, umso kreativer sind wir in der Lösung von Herausforderungen auf dem Weg.

Denn schließlich dauert die Freude für nichts ewig und so entstehen ja immer neue Wünsche.

Betrachten Sie Ihre Wünsche wie Ihre Gedanken, sie dürfen kommen und wieder gehen.

Wenn Sie heute einen Wunsch haben, dann machen Sie einen Wunsch-Test und stellen Sie sich folgende Fragen:

Ist die Erfüllung dieses Wunsches gut für mich und für alle Beteiligten?

Ist es wirklich MEIN Wunsch? (Gerade bei Berufswünschen junger Menschen erlebe ich im Coaching oft, dass sie einen Beruf gewählt haben, den die Mama oder der Papa ausübt oder gerne ausgeübt hätte und diese Wahl gar nicht ihren eigenen Talenten und Interessen entspricht. Ein Scheitern ist da unausweichlich.)

Glaube ich daran, dass mein Wunsch erfüllt wird? (Wenn Sie nicht selbst daran glauben, ist die Wahrscheinlichkeit der Erfüllung nicht sehr groß.)

Gibt es etwas aus meiner Vergangenheit, das mich Zweifeln lässt, dass sich mein Wunsch erfüllt? (Unser Gehirn sucht ständig nach Bestätigung alter Erfahrungen, nehmen Sie sie zur Kenntnis und erlauben Sie sich neue positive Erfahrungen.)

Bin ich es wert, dass mein Wunsch erfüllt wird?

Wie fühlt es sich an, wenn mein Wunsch erfüllt ist? (Spüren Sie ganz in die Wunscherfüllung hinein, wie verhalten Sie sich dann? Wie verhält sich Ihr Umfeld? Was riechen oder schmecken Sie? – Visualisieren ist ein wichtiger Teil wahr werdender Wünsche!)

Mögen Ihre Wünsche weise gewählt sein und in Erfüllung gehen!

„Viele versäumen das kleine Glück während sie auf das große vergeblich warten.“

Info: Susanne Strobach ist Unternehmensberaterin und hilft Menschen dabei, ihren Weg selbstbestimmt zu meistern. Ihr usp in ihren Seminaren und Coachings ist die Verbindung von Neurowissenschaften und Achtsamkeit. Diesen Dezember hat sie sich vorgenommen, täglich einen Blog über Glück, Erfolg bzw. achtsames Leben auf fischundfleisch zu schreiben.

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