Trumps Politik macht nur Sinn, wenn man davon ausgeht, dass er für Russland arbeitet.

Egal, wie sehr sich Donald Trump in Rhetorik und Politik auch windet und dreht: Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Im Laufe des vergangenen Jahres sind die deutschen Direktinvestitionen in den USA um fast 50 Prozent eingebrochen. Stattdessen fließt das Kapital zunehmend nach China – ein Trend, der sich nicht nur auf die USA beschränkt, sondern auch den kanadischen und andere europäische Märkte erfasst. Die Botschaft ist unmissverständlich: Für viele deutsche Unternehmen hat der asiatische Markt an Attraktivität gewonnen, während die Unsicherheiten und politischen Spannungen im Westen Investoren verunsichern.

Trumps „America First“-Politik, die mit Handelszöllen, protektionistischen Maßnahmen und einer unberechenbaren Außenpolitik einhergeht, hat das Vertrauen internationaler Investoren nachhaltig erschüttert. Statt Stabilität und Planbarkeit zu bieten, sorgt die US-Politik für Verunsicherung – ein Gift für langfristige Investitionsentscheidungen. Gleichzeitig hat China trotz aller geopolitischen Spannungen seine Türen für ausländische Investoren weiter geöffnet, Infrastrukturprojekte vorangetrieben und gezielt Anreize für europäische Unternehmen geschaffen. Das Ergebnis: Deutsche Firmen ziehen ihr Geld aus den USA ab und setzen stattdessen auf den Wachstumsmarkt China, wo sie nicht nur Absatzmärkte, sondern auch Produktionsstandorte und Forschungszentren ausbauen.

Doch der Trend betrifft nicht nur die USA. Auch in Kanada und anderen europäischen Ländern zeigen sich ähnliche Entwicklungen. Die Gründe sind vielfältig: Während der Westen mit Inflation, Energiekrisen und politischen Polarisierungen kämpft, bietet China trotz aller Risiken eine dynamische Wirtschaft, eine wachsende Mittelschicht und eine gezielte Industriepolitik, die ausländische Investitionen fördert. Für deutsche Unternehmen, die auf globale Wertschöpfungsketten angewiesen sind, ist die Entscheidung oft eine Frage der Rationalität – und die spricht zunehmend für den Osten.

Trump mag zwar mit Drohungen, Zöllen oder Versprechungen auf Stimmenfang gehen. Doch die Realität der globalen Wirtschaft lässt sich nicht mit Tweets oder Wahlkampfparolen steuern. Die Zahlen belegen: Wenn die Rahmenbedingungen stimmen, folgen die Investitionen – und aktuell stimmen sie in China besser als in den USA. Für die deutsche Wirtschaft ist das kein politisches Statement, sondern schlicht eine betriebswirtschaftliche Notwendigkeit. Und solange sich daran nichts Grundlegendes ändert, wird sich dieser Trend weiter verstärken. Der Westen sollte das als Weckruf verstehen.

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