Abbey Road: Enthält zwei der scheußlichsten Songs von George Harrison, dem Eso-Spinner der Band: „Something“ und „Here comes the sun“. Nicht ganz so schlimm wie „while my guitar gently weeps“, aber immer noch schlimm.
A day in the life: Gute Single, aber warum die LP drumherum?
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Barbarei: nicht die Beatles wolle er mit diesem Begriff bezeichnen, schreibt Adorno in „Tabus über dem Lehrberuf“, aber den Kult um die Beatles zähle er darunter. Das bewahrte Adorno nicht davor, in der antisemitischen Verschwörungsblase mitsamt der "kulturmarxistischen" Frankfurter Schule als Inspiration der Beatles identifiziert zu werden.
Cutler, Ivor: Sicherlich einer großartigsten Künstler, die sich im Beatles-Kosmos tummelten. Schottischer Poet und Sänger, ein minimalistisches komisches Großgenie. Spielte bei der „Magical Mystery Tour“ mit. Hat aus unerfindlichen Gründen den Literaturnobelpreis nicht erhalten.
Drogengeschichte: Während sie, wie die deutschen Kampfpiloten im 2. Weltkrieg, ihre Arbeit auf St. Pauli nur mit Pervitin (Speed) oder, wie die Prostituierten dort, mit Captagon durchstehen konnten, teilten die Beatles ab Rubber Soul ihren Hörern mit: „Hört euch mal an, was wir bekifft schaffen!“, später kamen Ausflüge auf LSD dazu (Tomorrow never knows), aber ab Sgt. Pepper halfen keine Drogen mehr, nur noch Gigantomanie. Dann irgendwann gar nichts mehr. Wenn du nichts mehr zu sagen hast, sind Drogen nutzlos.
Dylan, Bob: Amerikanischer Liedermacher, begann mit Kitsch („Blowin‘ in the wind“), stöpselte dann seine Gitarre an einen Verstärker an, um seine Musik weniger langweilig klingen zu lassen. Beschäftigt mit seinen Texten seitdem ein Heer von Exegeten. Als er die Beatles traf, soll er sie mit Gras bekannt gemacht haben. Hat aus unerfindlichen Gründen den Literaturnobelpreis erhalten.
Epstein, Brian: Ein schwuler Jude machte aus 4 Jungs aus Liverpool die berühmteste Band der Welt. Nach seinem Tod gings abwärts. Waren wohl zu viele Heterogojs am Werk.
Fab Four: 4 Freunde müsst ihr sein? Das kann auf Dauer nicht gut gehen, und es ist erstaunlich, dass es so lange gut ging. Kollektive Kunst lebt von der Öffnung. Mark E. Smith wusste es besser.
Fixing a hole – s. getting better
George: es ist das nicht geringste Verdienst von Lennon / McCartney, George Harrison lange vom Songschreiben ferngehalten zu haben.
Getting better: s. fixing a hole
Guru: 1967/68 begehrte die westliche Jugend kurzfristig auf, es gab Unruhen in den USA, der BRD, Frankreich etc. Die Beatles, die zuvor einen Song gegen die hohen Steuern, die sie zahlen mußten, veröffentlicht hatten (Taxman), verhielten sich indifferent und abwartend und verkleideten sich lieber in bunte Kostüme, reisten in die ehemalige Kolonie Indien und durften dort feststellen, dass ein Guru auch nur ein Mann mit männlichen Bedürfnissen ist, was Lennon satirisch verarbeitete (Sexy Sadie).
Helter skelter: Ein Song, der zum Massenmord sich eignet, ist ein Song, der sich dem Massenmord nicht sperrt, ist also durchgefallen.
Jesus: Lennons flapsiger Spruch, sie seien nun, 1966, populärer als Jesus, brachte zwar Hassattacken und Plattenverbrennungen hervor, zeigt aber den tieferen Sinn aller Cancel culture: Wer dich bekämpft, hält dich für wichtig. Insgesamt ein genialer Werbecoup, für den sich Lennon bei Jesus dadurch bedankte, indem er seine Haar- und Barttracht imitierte.
Kinks, the: Wer war besser, die Beatles oder die Stones? Darauf kann es nur eine Antwort geben: The Kinks.
Lennon, John: Musiker aus einer Hafenstadt, dem es gelang, eine der führenden Künstlerinnen der Welt zu heiraten.
McCartney, Paul: Musiker aus einer Hafenstadt, der eine Fotografin heiratete, die ihn vom Fleischverzehr abbrachte. Was man nicht wissen kann: Entschädigen die nicht verzehrten Tiere für schwere Verbrechen („Mull of Kintyre“)?
Schmidt, Arno: Größer deutscher Prosaautor des 20. Jahrhunderts, wenn nicht aller Zeiten. Bekam vom auch nicht unbedeutenden Robert Gernhardt, damals Lektor bei Bärmeier & Nikel, in den 1960er Jahren das Angebot, Lennons „in his own write“ zu übersetzen. Lehnte ab, schrieb lieber „Zettel‘s Traum“ und hat selbst dafür nicht den Nobelpreis erhalten (dafür aber Gestalten wie Grass, Dylan etc. Fehlt eigentlich nur noch Udo Jürgens, na, egal – ).
Sex: In Sankt Pauli dienten die Auftritte der Beatles hauptsächlich dazu, zum Anbahnen des Geschlechtsaktes Hintergrundgeräusche zu liefern. Wer sich für exzellente Darstellung der damaligen Zustände interessiert, lese „Die Palette“ von Hubert Fichte und erweitere seinen Wortschatz um die Metapher „die Uhr aufziehen“. In der Beatlemania wurden die Beatles auf ihre Niedlichkeit reduziert, um teeniekompatibel zu bleiben, was Lennon später mit (auch musikalischem) Exhibitionismus kompensierte. Harrison kuschelte lieber mit „My sweet Lord“, bevor ihm der Faschist Clapton die Frau ausspannte.
Simon and Garfunkel: Zwei Söhne osteuropäischer jüdischer Migranten, ein Folkie-Duo ohne Angst vor Kitsch. Für die beiden schrieb Harrison „Here comes the sun“, allein, er war ja noch bei den Beatles, und daher musste er den nie recht in die Gänge kommenden Song mit dieser Band einspielen. Das wäre Simon und Garfunkel nie passiert, souverän beherrschten sie ihr Material und drechselten selbst aus scheußlichen Volksliedern (El condor pasa, Scarborough fair) Hits.
Star Club: 4 Jahr nach den Beatles trat Hubert Fichte im Star Club und las aus seinem Roman „Die Palette“ und ließ sich von zwei Beatbands begleiten, „Ferre Grignard & Co.“ und „Ian and the Zodiacs“ aus Liverpool. Da hätten ihn ja auch die Beatles begleiten können, aber dann hätte man Fichte sicher die Bude eingerannt. Trotzdem schade.
Velvet Underground: Wer war besser, die Beatles oder die Stones? Darauf kann es nur eine Antwort geben: Velvet Underground.