Er empfing mich in der Halle seines schottischen Schlosses, er hatte seine Millionen mit Schlagern gemacht, nun lebte er von den Tantiemen und betrieb nebenher eine Fischfarm, Lachse, ein immer noch profitables Geschäft. Ich nahm in einem der grünledernen Sessel Platz, er fragte, ob ich etwas zu trinken wollte, einen Whisky vielleicht?

Womit er mit mir unbedingt reden wolle, erklärte er, während er die Türflügel der Hausbar öffnete, sei das Problem der Überbevölkerung, gerade in Afrika, der Schwarze, erklärte er mit einem schelmischen Lächeln, schnacksele eben immer noch gerne, da habe die Fürstin schon recht gehabt, daher eben kämen all die Probleme, der Hunger, die Migration, es seien dort unten eben einfach zu viele Menschen.

"Mein Herr", sagte ich, "wenn Sie meinen, dass es zu viele Menschen gebe - warum gehen Sie dann nicht mit gutem Beispiel voran und machen Platz für andere?" Zu dem Whisky kam es dann nicht mehr. Aber das war es wert.

0
Ich mag doch keine Fische vergeben
Meine Bewertung zurückziehen
Du hast None Fische vergeben
0 von 6 Fischen

bewertete diesen Eintrag

30 Kommentare

Mehr von thomas schweighäuser (ex Gotha)