Fast so selten wie ein Einhorn im Bundestag.

Kurz gesagt: Orbáns Propagandafunk hat sich entschuldigt – und zwar so, wie sich ein Zauberer entschuldigt, nachdem er versehentlich den eigenen Trick verraten hat.

Plötzlich steht da ein Sender, der jahrelang mit stolzgeschwellter Brust verkündet hat, er sei die letzte Bastion der Wahrheit, und murmelt nun kleinlaut, man habe „versehentlich“ ein paar Unwahrheiten verbreitet. Ausgerechnet jene Medienmaschine, die sonst jeden Faktencheck als „westliche Einmischung“ abtut, winkt jetzt mit einem weißen Fähnchen, als hätte sie gerade erst bemerkt, dass Realität nicht verhandelbar ist.

Natürlich ist die Entschuldigung selbst ein Meisterwerk der Selbstironie: Man spricht von „kommunikativen Fehlern“, als hätte man bloß die falsche Schriftart gewählt, nicht jahrelang politische Gegner zu Feindbildern erklärt. Man beteuert „Transparenz“, während die Studiolichter noch warm sind von all den Sendungen, in denen man die Wirklichkeit wie Knetmasse behandelt hat.

Und jetzt? Jetzt sitzen wir da, Popcorn in der Hand, und warten darauf, dass die internationale Fanclub‑Fraktion nachzieht.

- BILD, die mit Schlagzeilen hantiert wie ein Schmied mit dem Vorschlaghammer.

- Nius, das sich gern als „Gegenöffentlichkeit“ inszeniert, aber bei Fehlern so leise wird, dass man eine Fledermaus braucht, um es zu hören.

- Apollo_News, wo man Fakten gern wie Deko behandelt: hübsch, solange sie ins Narrativ passen.

- Und natürlich Fox_News, das schon einmal Milliarden zahlen musste, um nicht „Entschuldigung“ sagen zu müssen.

Man stelle sich die Szene vor: Eine Reihe rechtspopulistischer Medienhäuser, die langsam aufsteht, räuspert, und mit gesenktem Blick murmelt: „Ja, okay, das war gelogen.“

Es wäre ein historischer Moment – fast so selten wie ein Einhorn im Bundestag.

Bis dahin bleibt Orbáns Funk allein auf der Bühne, mit einer Entschuldigung, die so unbeholfen wirkt, dass man fast Mitleid haben könnte.

Fast.

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