Über Sex mit Hunden und die Grenzen der Toleranz

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Neulich hatte der Betreiber einer Zoophilieseite Zugriff auf meine Autorenwebseite.

Nun ist das für einen Tierarzt so ziemlich das Schlimmste, was passieren kann. Damit kommt der normale Menschenverstand einfach nicht klar, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Und man versteht nicht mehr, weshalb man sich jemals über Kritiker, Neider oder Besserwisser aufgeregt hat. Oder sich über Unbelehrbare, Futter-Extremisten oder gar Freunde des Alphawolfgedöns und diverse brachiale Hundeerziehungsmethoden belastende, traurige Gedanken machte. Kein Problem, die steckt man alle locker weg.

Denn gegen Menschen, die sich in rechtlich nicht belangbaren Zoophilieforen über ihre abartigen sexuellen Neigungen mit ihren Haustieren austauschen, dort Anleitungen zum Sex mit Hündinnen und Rüden öffentlich ins Netz stellen und dafür niemals zur Rechenschaft gezogen werden, muten sogar Millan und Tamme reloaded wie freundliche, hilflose, handzahme Lämmchen an, die man auf der Stelle gerne mit zu sich nach Hause nehmen möchte, um sie zu streicheln, zu herzen und zu bemuttern.

Zuerst war ich erschrocken und zutiefst entsetzt. Wer wäre das nicht, hätte er personifizierten menschlichen Abschaum unter seiner Leserschaft entdeckt, dachte ich zu diesem Zeitpunkt. Ich dachte leider falsch, wie Sie gleich lesen werden.

Ich meldete den Zugriff noch in der Nacht an die zuständige Tierschutzbehörde, die mich an die Polizei verwies, da es sich um eine deutsche Webseite handelte und die österreichischen Amtstierärzte nur landesweit reagieren können.

Ich stellte den Vorfall mit Angabe des Links auf meine Facebook-Seite. Facebook reagierte ebenfalls sofort, der Post war ein paar Stunden später gelöscht. Begründung: Erregung öffentlichen Ärgernisses.

Was man nicht sieht, ist auch nicht mehr da, meint Herr Zuckerberg.

Und dann kam es knüppeldick. Und zwar so dick, dass meine Hände anfingen zu zittern und mein Ruhepuls bei 180 war.

Da gab es doch tatsächlich Menschen in meiner Freundesliste, Hundehalterinnen, die sich für die Hundevergewaltiger einsetzten.

Ich traute meinen Augen kaum, als sich eine Hundetrainerin zu Wort meldete, mich auf die Menschenrechte hinwies und auf die fehlende Toleranz meinerseits gegenüber diesen entarteten Kreaturen pochte. Weil: man könne nichts für seine sexuellen Neigungen und außerdem seien solche Plattformen sowas wie eine Therapiegruppe.

Zoophilieforen sind also öffentliche Therapiegruppen für menschliche sexuelle Entgleisung?

Wo genau ist der Therapeut? Der Administrator vielleicht? Der, der diese Plattform gegründet hat, eine von vielen, wo sich erlesene Mitglieder und auch gerne gleichgesinnte Fremde darüber austauschen können, wie man die Vagina einer Hündin am besten präpariert und in welchem Winkel man sie penetriert, damit der Hund nicht gleich verblutet sondern erst beim nächsten Mal?

Und weiter im Text der Menschenfreundin: nicht alle Zoophilisten verletzen Hunde dabei. Ich sollte sowas doch eigentlich wissen,

Sollte ich? Und woher weiß sie das so genau? Auch Veterinärmedizin studiert? Oder gar Freundin, Bekannte, Verwandte von einem Gruppenmitglied der zoophilen menschlichen Elite, das sich dort "nur" austauschen und therapieren will?

An dieser Stelle wurde es dann politisch. Denn hier kam der sogenannte „Gutmensch“ ins Spiel, der ewig tolerante, der sich überall einbringen muss, wenn es um wirklich schlimme Dinge geht. Um die Verharmlosung von Vergewaltigungen, die immer nur mutmaßlich und immer in der schlimmen Vergangenheit der Verursacher zu suchen sind, wenn es beispielsweise um schutzbedürftige, minderjährige Vergewaltiger und Verbrecher geht, die meistens gar nicht mehr minderjährig und schon gar nicht schutzbedürftig sind. Um den Schutz der Menschenrechte, die man aber leider in der Sekunde verwirkt hat, in der man Attentäter, Massenmörder oder Kinderschänder wurde. Und um die Ausrede, dass sexuelle Vorlieben immer und überall zu tolerieren sind, egal was es kostet! Der allwissende Gute, der stets eine Ausrede für das Böse dieser Welt parat hat und sei sie auch noch so weit hergeholt oder noch so haarsträubend. Und gehen dem dann irgendwann doch die Argumente aus, kommt die Nazikeule.

Reiner Gerlang, Gründer der Allianz gegen Zoophilie, kann davon ein Lied singen: "Für zoophile Menschen scheint der Begriff "Liebe" einen zentralen Stellenwert einzunehmen, wenn es darum geht, mit ihnen anvertrauten Tieren eine emotionale Bindung einzugehen und diese öffentlich zu rechtfertigen. Laut einiger ihrer Aussagen scheint zoophile Liebe mit menschlicher gleichwertig zu sein; d.h. wer zoophil ist, liebt sein Tier, wie man einen Menschen bzw. Partner liebt- auch mit einer sexuellen Komponente. Der Begriff Zoophilie muss sich zwangsläufig von der Liebe zum Menschen unterscheiden, da man diesen Begriff bewusst gewählt hat und die semantische Ebene dieses Begriffes nun einmal nicht auf den Menschen, sondern auf das Tier als Adressaten der Liebe verweist. Meiner Meinung nach ist Zoophilie eine Verirrung des Geistes, eine Erkrankung des Seelenapparates, die eher einen Fehlzug des Liebesbegriffes zur Folge hat.

Seit der überarbeiteten Version des DSM-III (1987) wird Zoophilie unter den nicht näher bezeichneten Paraphilien (sexuelle Abweichungen von der gesellschaftlichen Norm) aufgeführt.

Die meisten Zoophilen berufen sich auf Psycho-und Sexualtherapeuten, die in ihren älteren Dissertationen aufführten, dass es sich hierbei auch um eine "sexuelle Orientierung" handeln könnte. "Sexuelle Orientierung bedeutet eine mehr oder weniger eindeutige Ausrichtung eines sexuellen Interesses auf bestimmte Sexualobjekte und bestimmte sexuelle Aktivitäten. Der Begriff wird einerseits dazu verwendet, um ein bestimmtes Partnerwahlverhalten zu beschreiben, beispielsweise auf die Geschlechter (sex) beider Partner bezogen (Heterosexualität, Homosexualität, Bisexualität, Pansexualität, Polysexualität, Asexualität) oder nur auf das Geschlecht des anderen bezogen (Gynäkophilie oder Androphilie). Andererseits stehen die Präferenzen für bestimmte sexuelle Aktivitäten im Vordergrund, wie Pädophilie oder Zoophilie" (Quelle:http://de.wikimannia.org/Sexuelle_Orientierung)

Ich bin der Meinung, dass man den Begriff "Zoophilie" neu bewerten sollte, denn für mich bedeutet Zoophilie die sexuelle Ausbeutung der Tiere. Das Basisbedürfnis "Sexualität mit Tieren" ist nicht für den Menschen, sondern gegen den Menschen, da hier die naturgegebene Fortpflanzung der Menschen in Frage gestellt bzw. aufgehoben wird. Zoophile haben ein enormes manipulatives Verhalten, sie rekrutieren Außenstehende, um ihre latenten Perversionen auf Außenstehende zu projizieren.

Es gibt Dinge für die man keine Toleranz einfordern kann - Zoophilie gehört, neben Pädophilie, Triebtätern, Gewalttätern und Serienmördern, dazu.

Toleranz ist gut und wichtig in einer Gesellschaft, aber sie darf nicht inflationär dafür missbraucht werden, Akzeptanz für Tierquälerei zu fordern."

Genau wie Reiner Gerlang bin auch ich der Meinung, dass Zoophilie sexuelle Aubeutung von Tieren bedeutet. Und diese ist sowohl nach dem deutschen, als auch nach dem österreichischen Tierschutzgesetz strafbar.

Mir ist völlig egal, was Menschen sexuell so anstellen, wenn beide Partner damit einverstanden sind und es sich um mündige, erwachsene Menschen handelt. Die können ausleben, was sie wollen, solange ich nichts damit zu tun haben muss. Wenn es um Wehrlose geht, hört meine Toleranz aber schlagartig auf.

Tiere und Kinder, das sind die echten Opfer.

Opfer widerlicher Kreaturen auf zwei Beinen, die null Toleranz verdienen, sowie null Verständnis und null Entgegenkommen.

Kollegen, die sich mit dem Thema öffentlich befasst haben, finden sich auf den immer noch aktiven Internetseiten wieder.

Als Nazi abgestempelt, vom Auswurf der Menschheit. Unter dem Link "Kritik mal unsachlich" zieht man über Tierärzte her, die über Zoophilie aufklären und stellt sie in die Adolf Hitler-Ecke. Ich verlinke diesen Güllehaufen hier nicht. Wer Beweise braucht, kann gerne eine Suchmaschine befragen.

Menschlicher Dreck, der von Toleranzpredigern betütelt wird, anstatt die Zombies lebenslänglich im tiefsten, finstersten Kellerloch bei Brot und Wasser wegzusperren, um kleine Menschen und Tiere vor diesen menschgewordenen Bestien zu schützen?

Eine kranke Welt. Eine falsche Toleranz.

Denn wer sich jenseits von Eden befindet hat jegliche Toleranz für immer verwirkt.

Geben Sie auf sich und Ihre Tiere acht. Das Böse ist immer und überall.

Herzlichst Bela Wolf,

Tierarzt, Autor und Tiergesundheitsjournalist

http://www.tierarzt-wien.com

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