Ich werde dieser Blogs langsam müde weil sie im Grunde immer gleich sind.
Etwas passiert. Etwas schreckliches. In dem Fall plante ein türkischer Staatsbürger auf perfideste Art fünf Frauen und einen Mann zu töten und setzte das auch in die Tat um. Eines der Opfer: Eine junge Mutter von zwei Kindern.
Ich kann mir nicht einmal annähernd den Schmerz vorstellen denn dieser Schlächter den Angehörigen beigefügt hat.
Und ich hoffe, welche Gerechtigkeit auch immer aus dem Prozess gegen dieses Ungetüm kommt, wird den Angehörigen ein wenig Frieden geben die man mir wahrscheinlich nicht geben könnte weil mir keine noch so harte Strafe genug wäre.
Jede dieser Taten ist in ihrem Leid und in ihrer Grausamkeit gegenüber den Opfern einzigartig und ich will nicht pauschalisieren. Einige Dinge ähneln sich aber.
Beispielsweise der Umgang von Konservativen und Rechten mit dem Thema. Genauso wie sich die Hintergründe der Täter gerne ähneln.
Wenn eine Tat wie die in Stade passiert wird nach neuen und härteren Gesetzen gerufen. Und noch härteren Maßnahmen.
Und wenn man den Täter durchleuchtet stellt sich im Regelfall raus: Was hat der überhaupt noch in Deutschland, respektive Österreich gemacht? Weil binnen kürzester Zeit klar wird: Man hätte den Täter abschieben bzw. ausweisen können. Wäre wahrscheinlich nichtmal schwierig. Man müsste es nur tun.
Erinnern wir uns doch zurück an den Wien-Amokläufer. Der hatte erfolglos versucht in der Slowakei ein Sturmgewehr zu kaufen und die dortige Polizei informierte die Wiener Polizei, dass der Typ wahrscheinlich einen Amoklauf plant. Und dann geschah nix. Am Tatmorgen postete er auf Instagram seine Tatwaffen und gelobte dem IS Treue. Und wieder geschah nix. Weil warum sollte man sowas ernst nehmen? Ergo starben Menschen.
Erinnern wir uns an die Amokfahrt von Magdeburg? Alles wusste man über den. Man hätte mehr als genug Möglichhkeiten gehabt die Tat zu verhindern. Und getoppt wurde es von einem vollkommen überforderten Polizeichef der seinen Job deswegen erhalten hat weil er gerade im Raum war (Ohne Flachs. Ich denke mir das nicht aus!). Das Sicherheitskonzept hätte ein 6-Jähriger besser hingekriegt. Ergo starben Menschen.
Beim Täter in Stade stellte sich nun raus: Er ist ein in der Türkei entflohener Häftling und er hat sich mutmaßlich an einer seiner Töchter aus einer früheren Beziehung vergangen. Er ist polizeibekannt und gewaltbereit aber in der Einrichtung wusste davon wohl niemand was. Ergo starben Menschen.
Da stellt sich die Frage: Braucht es hier noch härtere Gesetze? Noch härtere Strafen? Wozu? Es wird ja augenscheinlich nichtmal was getan wenn die Fakten hidden in plain sight sind.
Rechte Politiker und Polizisten gebären sich teil wie Kinder die nach neuem Spielzeug schreien nachdem sie das was sie gerade bekamen mit hochrotem Kopf in die Ecke pfefferten.
Und das macht mich müde. Weil sich das immer wiederholen wird. Auch das nächste Mal. Und das übernächste Mal. Und es wird vollkommen egal sein wie hart wir gegen Zuwanderung oder Migranten vorgehen. Solange sich die zuständigen Behörden nicht bereit erklären ihr eigenes Versagen einmal vernünftig einzuräumen und aufzuarbeiten wird sich das einfach immer wieder und wieder wiederholen.
Monster wird es in unserer Mitte immer wieder geben. Und wir haben Gesetze und Möglichkeiten uns vor diesen Monstern zu schützen. Ja: Die Arbeit die damit verbunden ist, ist sicherlich nicht einfach. Aber ich würde mir wünschen, dass sie getan wird. Was sie offensichtlich in diesem Fall nicht wurde.
Liebe Polizei! Bringt euren Krempel in Ordnung. Und arbeitet auf warum dieser Mann in der Mitte der Gesellschaft sein konnte obwohl er doch eigentlich in einem türkischen Zuchthaus sein sollte! Euer Job ist nicht der eines Kellners der halt im schlimmsten Fall eine falsche Bestellung bringt. Euer Job ist wichtig und wenn ihr Mist baut dann sterben im Worst Case Menschen. Darum ist der Job auch gut bezahlt! Wenn ihr darauf keine Lust habt macht was Anderes.
Danke.
Mein Mitgefühl gilt den Opfern dieser Tat und ihren Angehörigen und Freunden.