Verarmung von Menschen mit Behinderung.

Leider hat mir das Schicksal einen Streich gespielt. Ich wurde zum Dialysepatienten und konnte meinen Beruf als Bäckermeister nicht mehr ausüben. Von da an bemerkte ich, wie schlecht der österreichische Staat für Menschen mit Behinderung sorgt. Ich lebe seither an der Armutsgrenze und komme aus meiner Not nicht mehr heraus. Es gibt X Ämter, an die man sich wenden kann, doch wirkliche Hilfe bekommt man, wenn überhaupt, von niemandem. Niemand ist für einen zuständig, ich werde nur im Kreis geschickt, um am Ende dann doch nichts zu bekommen. Alleine die Rezeptgebühren und der Selbstbehalt bei stationären Aufenthalten in der Klinik frisst mir ein Loch in mein Budget, das mich hungern und mir kein Geld für Heizmittel lässt.

Ich bin zwar auf ein Kraftfahrzeug angewiesen, kann mir aber keine Reperatur oder neue Reifen leisten, Unterstützung dafür gibt es keine. An eine Teilhabe am öffentlichem Leben ist gar nicht erst zu denken. Erniedrigungen bei den Ämtern muss man sich gefallen lassen und der Zustand wird immer schlimmer. Ich führe ein Leben, das nicht mehr lebenswert ist und ich denke mehrmals im Monat daran, meinem Leben ein Ende zu bereiten, so will und kann ich nicht mehr weiterleben. Ich fordere die Gründung einer einzigen Stelle, die für die Hilfe und Unterstützung von Menschen mit Behinderung auch wirklich zuständig ist, die möglichst unbürokratisch ist und wirklich schnell sowie effektiv Hilfe leistet.

Sujetbild / pixabay https://pixabay.com/de/obdachlose-mann-armut-männlich-861899/

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vera.schmidt

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Tourix

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