Geflüchteter darf Friseursalon trotz Meister nicht übernehmen

Muataz Asmi will sein Ding machen und darf es nicht: Der 29-Jährige ist vor acht Jahren aus dem Irak nach Deutschland geflüchtet, machte dann hier eine Ausbildung in einem Friseursalon in Satteldorf (Kreis Schwäbisch Hall) und ist mittlerweile Friseurmeister. Den Salon seiner Ausbilderin, die in Rente gehen will, darf er allerdings nicht übernehmen. Denn er muss nach wie vor einmal im Jahr die Verlängerung seines Aufenthaltsrechts beim Landratsamt Schwäbisch Hall beantragen. Ein Geschäft darf er aber nur betreiben, wenn er dauerhaft bleiben darf.

Geflüchteter wird in Künzelsau selbst zum Integrationsmanager

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/heilbronn/muataz-asmi-ist-fluechtling-und-darf-den-salon-seiner-chefin-nicht-uebernehmen-102.html

Bei der Stadt Künzelsau (Hohenlohekreis) ist einer für Integration zuständig, der nicht besser auf diese Stelle passen könnte. Omar Alkhalaf kam 2015 aus Syrien nach Deutschland. Nach einer Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten bei der Stadt hilft er nun Neuankömmlingen dabei, Fuß in Deutschland zu fassen.

Er fing erst einmal damit an, Deutsch zu lernen. Danach machte er ein Praktikum bei der Stadt. Bürgermeister Stefan Neumann (parteilos) erinnert sich, Alkhalaf sei von Anfang an total motiviert gewesen. Danach boten sie ihm eine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten an. Die schloss er 2021 erfolgreich ab.

Geflüchtete freuen sich über den Muttersprachler

Seitdem ist er Integrationsmanager im Rathaus von Künzelsau. Dort betreut Omar Alkhalaf Geflüchtete, die aus einer Erstunterkunft des Hohenlohekreises in eine Anschlussunterbringung der Stadt kommen. Es geht aber nicht nur um das Dach über dem Kopf, sondern darum, wie es weitergeht im Leben. Mohammad, einem jungen Geflüchteten aus Syrien, hilft er dabei, sich bei der Schule anzumelden. Für die Nachmittage organisiert er ihm Sprachkurse. Mohammad will einmal Mechaniker werden. Auch Abdulsalam kommt aus Syrien und fragt Alkhalaf immer wieder um Rat. Er ist froh, dass er in Künzelsau jemand hat, der ihm auch in seiner Muttersprache syrisch weiterhelfen kann. Meistens sprechen die drei aber auf Deutsch miteinander.

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/heilbronn/aus-syrien-nach-kuenzelsau-integrationsmanager-omar-alkhalaf-gluecklich-in-hohenlohe-100.html

Meisterprüfung vs. abgelehnter Asylantrag

Saikou Conteh kam 2014 nach Rottenburg, hat Elektriker gelernt und will seinen Meister machen. Die Härtefallkommission möchte, dass er bleibt. Doch das Land will ihn abschieben.

Dem 29-jährigen Saikou Conteh aus Gambia droht die Abschiebung in sein Heimatland. Sein Asylantrag wurde abgelehnt. "Es sind die Falschen, die abgeschoben werden", sagt Elektriker Bernd Kopp aus Rottenburg-Wurmlingen (Kreis Tübingen). Aus seinen Worten spricht pure Enttäuschung. Denn sein Geselle Saikou Conteh könnte jeden Tag abgeholt werden.

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/tuebingen/fluechtling-in-rottenburg-droht-abschiebung-nach-gambia-100.html

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