Das Problem an der Demokratie ist dass es ausreicht 50,1% der Bevölkerung auf seiner Seite zu haben. Mehr ist nicht nötig und etabliert man diese Kontrolle wird es möglich die anderen 49,9% einfach mies zu behandeln.

Wie wir wissen zahlen etwa in Österreich nur rund 20% der Einwohner mehr an den Staat als sie durch Umverteilung bekommen. Wir wissen auch dass der Staat keine andere Einnahmequelle hat als eben besagte Steuerzahler.

Das bedeutet Ein Fünftel finanziert vier Fünftel der Bevölkerung. Eine Konzentration („Für die Fleißigen“ udgl.) auf diese Gruppe funktioniert nur dann wenn Nettoempfänger glauben sie würden ebenfalls Steuern zahlen. Genau dieses Problem haben die konservativen Gruppen: sie müssen so tun als wäre die Situation weniger schlimm als sie ist. Die Wahrheit ist für sie verflixt gefährlich.

Sozialistische Parteien hingegen müssen nur dafür sorgen dass 50,1% der Bevölkerung abhängig gemacht werden, keine Chance auf einen Job haben und glauben dass sie verhungern würden, würde der Staat sich nicht um sie kümmern (Was natürlich eine glatte Lüge ist).

Vollbeschäftigung und soziale Sicherheit durch freiwillige Umverteilung, vor allem innerhalb der Familie, Gemeinden, Vereinen, etc. ist mit Abstand die größte Gefahr für sozialistische Bewegungen.

Gleichzeitig müssen sie aber so tun als würden sie diesen Zustand, der ihnen nutzt, abschaffen wollen, da kaum jemand wirklich anderen auf der Tasche liegen möchte.

Ein eleganter Weg ist es Menschen Dinge studieren zu lassen die keiner braucht und dann staatliche Jobs zu schaffen die Arbeitsplätze für diese Leute zur Verfügung stellt. Das Problem an diesen Leuten ist dass sie nicht nur direkt von den Arbeitern finanziert werden, via Steuergeld, sondern ihre Arbeit meistens darin besteht den Arbeitern das Leben noch eine Spur schwieriger zu gestalten.

Etwa: Sensibilisierung zu, naja, was auch immer die Vortragende studiert hat.

Und es sind im Grunde immer Frauen die der Staat geschickt in diese Falle gelockt hat und dann ihre Arbeitszeit damit verbringt ihr Leben und das der armen Menschen die ihr zuhören müssen, zu verschwenden. Kaum etwas hält Frauen mehr zurück als eben diese Falle.

Wie löst man das?

Nun, wir lassen nicht jeden wählen.

Kinder dürfen in unserem System nicht wählen und Demente auch nicht. Warum?

Weil wir ihnen unterstellen keine vernünftigen Entscheidungen zu treffen. Und diese Annahme ist korrekt beim Dementen, nicht so sehr beim Kind.

Manche 17 Jährige treffen vernünftigere Entscheidungen als so mancher 50 Jährige. Alter ist kein verlässlicher Faktor.

Gibt es aber einen besseren Messwert für verantwortungsbewusstes Verhalten? In der Tat.

Den gibt es: wirtschaftlichen Erfolg.

Wer Mehr Geld erwirtschaftet als er aus der Gesellschaft zieht hat offensichtlich ein gewisses Geschick an den Tag gelegt. Was also wenn nur die Nettozahler wählen dürften? Was würde passieren?

Vermutlich würde die Umverteilung reduziert werden und die Steuerlast sinken.

Mit sinkender Umverteilung steigt dann natürlich die Nettozahlerquote und damit die Zahl der Wahlberechtigten (Bei einer theoretischen Steuerlast von 0% sind 100% der Arbeitenden wahlberechtigt).

Irgendwann erreicht man den Anteil der Nichtproduktiven, die natürlich für mehr Umverteilung stimmen, von der sie profitieren und die sie wieder aus dem Wählerpool kickt. Die Umverteilung regelt sich also fast zwangsläufig irgendwo bei 50% Nettosteuerzahlern ein.

Immer noch trägt dann jeder Produktive einen Unproduktiven, aber einer ist eben doch leichter als vier.

Theoretisch klingt das nett, praktisch hat das System insofern Schwächen als dass etwas Mütter die bei ihren Kindern zuhause bleiben benachteiligt werden, etwas das ich entschieden ablehne.

Aber ich schreibe ja auch nicht um dieses System zu bewerben. Es soll einzig illustrieren dass wir ohnehin kein allgemeines Wahlrecht haben und es darauf ankommt wen man wählen lässt und wie man sich ein System zu recht legen kann das jene die das System erhalten in eine Position zu bringen in der sie eben politisch nichts mehr erreichen können.

Wird aber besagten Menschen, von denen alle andren abhängen, klar dass die Demokratie gegen sie verwendet wird, sie aber die ganze reale Macht in Händen halten, blüht antidemokratisches Gedankengut. Das ist gefährlich.

Ich denke dass es nicht sinnvoll ist die Demokratie den Kanal zu werfen. Die Demokratie braucht eine Kurskorrektur und diese wird nur erreicht wenn jene die das System erhalten mehr Mitsprache haben als jene die von besagten Menschen leben, etwa der Berufspolitiker.

Der einfachste, und mit Abstand beste Weg, ist es die Macht wieder zum Volk zurückzugeben. Freiwillig und ohne Revolutionen.

Der schlechteste, wenn auch typische Weg, ist die Daumenschrauben solange zuzudrehen bis die Produktiven ihre Messer wetzen.

Niemand will das, das geht niemals gut aus. Der Populismus, rechts wie links, ist ein Schuss vor den Bug. Eine Kurskorrektur ist bitter nötig.

Erfolgt sie nicht, gehen die nächsten Schüsse von unserem Schiff in unser Schiff und wir alle werden leiden.

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Matt Elger

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