Die potentielle Gefahr ist nicht der Virus

Im Moment sehen wir zwei Seiten in der Coronavirusfrage. Auf der einen Seite stehen jene die sagen dass der Virus nicht so irre gefährlich ist. Diese Menschen tun nichts außer über jene zu lachen die mit vollen Einkaufswägen nach Hause gehen. Auf der anderen Seite stehen eben jene die sich für eine schwierige Zeit vorbereiten.

Beide haben, aus meiner Sicht, recht.

Der Virus wird vermutlich 60% der Weltbevölkerung erwischen, so das CDC. Übersetzt bedeutet das: jeder der etwas mit einer großen Stadt zu tun hat wird den Virus bekommen.

Das ist die schlechte Nachricht.

Die gute Nachricht ist dass Frauen, Kinder und Männer mit halbwegs funktionierendem Immunsystem es vermutlich ganz gut wegstecken werden. Schlecht sieht es für die Alten und Kranken aus.

Hier liegt also nicht die Gefahr. Die Gefahr liegt darin dass der Mann der den LKW voller Nahrungsmittel in den lokalen Supermarkt bringen soll nicht fährt, weil er Angst vor einer Ansteckung hat. Einer Ansteckung mit einer Krankheit die ihn zwar nicht umbringen wird, aber das weiß der Mann nicht, bzw. lässt er es nicht darauf ankommen. Und das denken sich dann plötzlich viele und alle am gleichen Tag.

Das Resultat sind viele Menschen die plötzlich ohne Essen da stehen und hungrige Menschen sind gefährliche Menschen. Diese Leute tun dann was sie immer tun: sie fordern Solidarität von den Weitsichtigen. Bekommen sie nicht „ihren gerechten Anteil“ wird der Mob gewalttätig.

In anderen Worten: dort wo man die Menschen mit dem Nötigsten versorgen kann, wird nichts passieren. Eine erprobte Lösung sind rationierte Versorgungen an wenigen Orten. Das führt dazu dass man für sein Essen 4 Stunden in einer Schlage steht. Das sind 4 Stunden in denen man keinen Blödsinn machen kann. Jede Regierung die halbwegs vernünftig ist wird diesen Weg gehen.

the times UK https://www.thetimes.co.uk/article/virus-spreading-without-symptoms-dnh68xksh

Hätte jeder seine, wie von der Regierung empfohlen, 10 Tage Rationen zuhause wäre das alles keine echte Tragödie.

Sekundäreffekte, wie etwa Plünderung, wären unwahrscheinlicher, genauso wie Aufstände und der Gleichen. Wir würden eben alle einen Couchurlaub machen, es aussitzen und dann die Wirtschaft wieder anwerfen.

Aber das wird nicht passieren.

Es wird rumpeln weil es bereits rumpelt. Ölpreis und Kupferpreis sind im Fall, das bedeutet die Wirtschaft stolpert. Dazu kommt eine ungebremste Nachfrage nach Nahrungsmitteln weil Vorsorge eben uncool ist.

Im Idealfall passiert aber nicht viel mehr als das was schon passiert.

Im Extremfall haben wir es mit bürgerkriegsähnlichen Zuständen zu tun und dazwischen steht der wahrscheinliche Fall dass jene die nicht vorgesorgt haben eben jeden Tag 4 Stunden für ihre Ration Schlange stehen müssen, aber das auch nur für 10 Tage, eventuell zwei Wochen.

Es gilt also eine Risikoanalyse anzustellen und abzuwägen welche Handlung jetzt die weniger dumme ist und dann zu hoffen dass wir 2021 auf diese Krise genauso zurückblicken wie auf Y2k, damals im 2001ender Jahr.

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rigoletta

rigoletta bewertete diesen Eintrag 26.02.2020 10:54:10

Zaungast_01

Zaungast_01 bewertete diesen Eintrag 26.02.2020 09:26:11

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