Gute Fans fordern Einstellung der bösen Ermittlungen im Fall Bakery Jatta/ Bakary Daffeh:

https://www.mopo.de/sport/hsv/nach-hausdurchsuchung-hsv-fans-fordern--stellt-die-ermittlung-gegen-jatta-ein--36993992

Und zwar egal wie alt und wer es ist:

"BAKERY – NO MATTER WHAT, WE GOT YOUR BACK!"

Denn er sei "über die Sahara und das Meer geflüchtet" - also müsse er einen "guten Grund für die Flucht gehabt haben".

Die Verehrung nimmt religiöse Züge an. Wie Moses habe Bakery das Meer und die Wüste überwunden. Der BILD kommt die Rolle des bösen Pharaos zu, welche dem neuen Moses nachstellt. Wer am wahren Glauben zweifelt, ist ein Ketzer, was in unserer Zeit ein "Rassist" ist:

"Vielmehr drängt sich uns der Eindruck auf, dass die Allianz von BILD und Staatsanwaltschaft, getragen von alltagsrassistischen Klischees, ihr angekratztes Ego aufpolieren möchte"

Dass Bakary Daffeh in mehreren afrikanischen Ligen gespielt hatte und im Jänner 2015 schon ein Probetraining in Italien gehabt hatte, spielt keine Rolle. Flüchtling bleibt Flüchtling, selbst wenn sich der verfolgte Minderjährige als volljähriger Profikicker entpuppen sollte.

https://www.abendblatt.de/podcast/hsv-podcast/article229553972/HSV-Bakery-Jatta-Podcast-Ermittlungen-Kleingarten-Rassist.html

Auch nicht ganz so glaubensfeste Hamburger Fans argumentieren für Jatta, weil ja auch die anderen Identitätsschwindler nicht belangt werden würden.

Sie berufen sich damit auf so etwas Ähnliches wie den Gleichheitsgrundsatz (gemäß dem alle Schwindler gleich nachlässig zu behandeln wären) und Gewohnheitsrecht (wenn immer geschwindelt werden darf, werde dies zu einem ungeschriebenen Gesetz, auf das sich dann auch die wenigen Überführten berufen dürften).

Sie haben damit nicht ganz Unrecht. Ich bin auch für eine milde Behandlung Jattas, aber für eine Systemänderung des Gewohnheitsrechts auf Identitätsschwindel.

Ein linker Kollege hatte hier das Ausländerrecht als "kafkaesk" bezeichnet. Auch wenn er es wohl völlig anders gemeint hatte, passt die Bezeichnung.

Streng ist man nur beim legalen Zuwanderungsrecht. Jeder noch so chancenlose Asylantrag kann hingegen jahrelang durchgefochten werden und am Ende gibt es im schlimmsten Fall eine Duldung (weil das Asylverfahren so lange gedauert hat).

Obwohl unser Rechtsstaat das Asylrecht ungeheuer ernstnimmt und sich mittlerweile 90% der Verfahren bei den Verwaltungsgerichten um Asyl drehen, muss man nicht einmal die eigene Identität mit einem Reisepass nachweisen, um in den Genuß jenes Systems zu gelangen.

"Asyl" reicht als "Sesam öffne dich". "Kafkaesk" ist dieses System für alle, die keine unbegrenzte Migration und Islamisierung wollen.

Wäre Herr Jatta Asylwerber geblieben, statt rasch als Profi-Fußballer ins normale Aufenthaltsrecht zu wechseln, wäre selbst eine nachweislich falsche Identität juristisch kein Problem gewesen.

https://www.welt.de/politik/deutschland/article187397370/Bundesregierung-Falsche-Angaben-im-Asylverfahren-nicht-strafbar.html?cid=onsite.onsitesearch

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