Die AfD inszeniert sich gern als bürgerliche Protestpartei, die mit dem Rechtsextremismus nichts zu tun habe. Doch wer genau hinschaut, erkennt: Es ist eine Farce. Die Partei frisst Kreide – sie beteuert formal ihre Distanz zum Rechtsextremismus, während sie gleichzeitig dessen Ideologie und Akteure in ihren Reihen duldet, fördert und feiert. Die Realität ist: Die AfD ist kein Opfer rechtsextremer Unterwanderung, sie ist ihr williger Komplize.
Offiziell gibt sich die AfD seriös. Sie verweist auf Unvereinbarkeitsbeschlüsse, die eine Zusammenarbeit mit extremistischen Kräften ausschließen sollen. Doch diese Beschlüsse sind nichts weiter als leere Phrasen, zynische Alibifunktion für eine Partei, die längst zum Sammelbecken für völkische Nationalisten, Rassisten und Verschworungsfantasten geworden ist. Der jüngste Skandal: Die Einladung des bekannten Rechtsextremisten Martin Sellner in den Thüringer Landtag. Sellner, Kopf der „Identitären Bewegung“, ein Mann mit klaren Verbindungen zur neonazistischen Szene, wurde von der AfD-Fraktion empfangen – trotz des angeblichen Banns. Die Begründung? Lächerlich. Man wolle „Dialoge führen“. Doch wer mit Faschisten diskutiert, legitimiert sie.
Die AfD ist kein Opfer, sie ist Täterin. Sie duldet nicht nur Rechtsextremisten in ihren Reihen, sie braucht sie. Ohne die völkische Rhetorik, ohne die Hetze gegen Migranten, ohne die Geschichtsrevisionismus-Kampagnen wäre sie längst irrelevant. Ihre Funktionäre wie Björn Höcke und Krah, die ungeniert von „Remigration“ fantasieren, oder Andreas Kalbitz, der wegen seiner Verbindungen zur Neonazi-Szene aufflog, sind keine Ausrutscher – sie sind das System. Die Partei schützt sie, deckt sie, feiert sie als „mutige Tabubrecher“.
Doch die Heuchelei geht weiter. Wenn die AfD sich öffentlich vom Rechtsextremismus distanziert, ist es ein berechnendes Spiel. Ein Ablenkungsmanöver für die bürgerlichen Mitläufer, die sich einreden, sie wählten keine Nazis, sondern nur „Patrioten“. Doch wer Kreide frisst und diese mit Blut schluckt, der lügt. Die AfD ist keine Partei, die den Rechtsextremismus bekämpft – sie ist sein Trojanisches Pferd im Parlament. Und solange sie weiter so tut, als sei sie „nur“ konservativ, während sie gleichzeitig die Türen für die braune Brut offen hält, bleibt sie das, was sie ist: eine Gefahr für die Demokratie. Glaubwürdig ist diese Distanzierung nicht. Sie ist eine Lüge.