Was für eine historische Woche! Nach nur 30.000 Toten, unzähligen Folteropfern und einer Handvoll gescheiterter Aufstände hat der Iran endlich bewiesen, dass er ein modernes, fortschrittliches Land ist: Frauen dürfen jetzt Motorrad fahren! Ja, ihr habt richtig gehört – während der Rest der Welt noch über so lächerliche Dinge wie Pressefreiheit, faire Wahlen oder das Recht, nicht einfach so verhaftet zu werden, diskutiert, hat das iranische Regime die wahre Freiheit entdeckt. Warum sich mit Grundrechten aufhalten, wenn man stattdessen auf zwei Rädern durch Teherans Smog kurven darf?
Donald Trump, der selbsternannte „Retter der Unterdrückten“, hatte ja großspurig Hilfe versprochen. Doch wer braucht schon amerikanische Raketen oder Sanktionen, wenn man stattdessen eine Motorradfahrerlaubnis bekommt? Die USA können ihre „Freedom Agenda“ einpacken – der Iran hat seine eigene Version: „Freedom to Vroom“. Und das Beste? Die Moralpolizei wird weiterhin sicherstellen, dass keine Frau zu viel Haare unter dem Helm zeigt. Sicherheit geht vor!
Natürlich gibt es noch ein paar kleine Macken in diesem Paradies: Journalisten sitzen weiterhin im Gefängnis, Homosexuelle werden hingerichtet, und wer gegen das Regime protestiert, landet schneller im Folterknast als ein Mopedfahrer im Stau. Aber wer braucht schon Menschenrechte, wenn man stattdessen eine Vespa fahren darf?
Die internationale Gemeinschaft jubelt. Die UN wird sicherlich bald einen neuen Preis verleiht: „Land mit der innovativsten Unterdrückungsstrategie“. Und die EU? Die wird demnächst ein neues Handelsabkommen aushandeln: „Motorräder für Mullahs – im Tausch gegen ein paar leere Versprechungen“.
Eine iranische Aktivistin (Name der Redaktion bekannt, aber wir schreiben ihn besser nicht, sonst wird sie verhaftet) sagte dazu: „Ich bin so glücklich, dass ich jetzt endlich legal mit 80 Sachen gegen eine Mauer fahren darf – das ist doch viel besser, als wählen zu dürfen, oder?“
Alles ist gut. Die Welt ist wieder in Ordnung. Oder wie es eine anonyme Motorradfahrerin in Teheran formulierte: „Ich fühle mich so frei – solange ich nicht vom Regime erschossen werde.
Fazit: Der Iran beweist es einmal mehr – wenn man lange genug wartet, bekommt man irgendwann das, was man eigentlich nie wollte. Und das nennt man dann Fortschritt. Herzlichen Glückwunsch, ihr habt es geschafft! 🏍️💨