Der Fall Jeffrey Epstein hat der Welt gezeigt, wie Macht, Geld und politische Verbindungen mit schwersten Verbrechen wie Menschenhandel und Ausbeutung verwoben sein können. Doch während viele in den USA und weltweit auf Epstein als Einzeltäter oder Symbol für ein korruptes System blicken, zeigt ein Blick nach Deutschland: Wir brauchen keinen Epstein – wir haben unsere eigenen Politiker, die in ähnliche Abgründe verstrickt sind. Und es überrascht kaum, dass es ausgerechnet aus den Reihen der Rechten und der AfD sind, die hier immer wieder auffallen.
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Petra Federau ist seit 2021 ist sie Abgeordnete im Landtag Mecklenburg-Vorpommern für die AfD. Dort ist sie ! ausgerechnet! Kinder-, Jugend- und Familienpolitische Sprecherin.
Petra Federau war 2016 für den Escortservice „Beauty Escort 4You – German Beautys“ tätig. Dort warb sie junge Frauen aus der Region an und begleitete bzw. vermittelte sie nicht nur in Deutschland, sondern auch in arabische Länder – mutmaßlich für Prostitutionszwecke.
Diese Vorwürfe sind besonders brisant, da Einsätze in autoritären Staaten mit hohen Risiken verbunden sind: Frauen können dort leichter ausgebeutet, unter Druck gesetzt oder sogar Gewalt ausgesetzt sein. Federau weigert sich, diese Vorwürfe öffentlich aufzuklären. Stattdessen bricht sie Interviews ab und vermeidet eine klare Stellungnahme – ein Verhalten, das Fragen aufwirft: Wie passt eine solche Vergangenheit mit dem politischen Anspruch der AfD zusammen, für „Werte“ und „Ordnung“ einzustehen?
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Der aktuelle Fall der AfD-Politikerin Petra Federau, die ein Interview abrupt abbricht, als sie auf ihre Vergangenheit in der Escort-Branche angesprochen wird, ist nur die Spitze des Eisbergs. Natürlich wird jetzt wieder alles verwässert, relativiert und abgestritten – eine Taktik, die wir von Donald Trump und seinen Anhängern in den USA nur zu gut kennen. Dort wird seit Jahren jede noch so gut belegte Anschuldigung als „Fake News“ oder „politische Verfolgung“ abgetan. Doch die Muster sind überall dieselben: Wenn Rechte an die Macht kommen, wird nicht nur die Sprache verroht, sondern auch die Realität umgedeutet – bis am Ende nur noch die eigene Version der Wahrheit zählt.
Dass Federau sich weigert, Fragen zu ihrer Vergangenheit zu beantworten, ist dabei kein Einzelfall, sondern System. Die AfD inszeniert sich gern als moralische Instanz, als Hüterin der „deutschen Werte“ – doch hinter den Kulissen sieht es oft anders aus. Menschenhandel, Prostitution, Verbindungen zu zwielichtigen Milieus - Federau ist keine Hüterin der "deutschen Werte". Sie verkaufte "deutsche Mädels". All das passt nicht ins Bild der selbsternannten „Anständigen“, doch die Realität holt sie immer wieder ein. Und statt Aufklärung zu betreiben, wird geschwiegen, vertuscht oder angegriffen.
Die Welt, die uns erwartet, wenn die Rechten regieren
Wer wissen will, wohin dieser Weg führt, muss nur in die USA schauen. Dort hat die Trump-Ära gezeigt, was passiert, wenn politische Verantwortung mit persönlicher Bereicherung, Korruption und einer Kultur der Straflosigkeit einhergeht. Skandale werden ignoriert, Täter geschützt, und am Ende bleibt nur ein zynisches „Wer stört, fliegt“ – solange man auf der richtigen Seite steht.
In Deutschland warnen Kritiker seit Jahren davor, dass die AfD und andere rechte Kräfte ähnliche Strukturen aufbauen: Ein Netzwerk aus Seilschaften, in dem Loyalität über Recht und Moral gestellt wird. Der Fall Federau ist dabei nur ein Beispiel von vielen. Doch statt Konsequenzen zu ziehen, wird weiter verharmlost – genau wie in den USA, wo selbst schwerste Vorwürfe gegen Politiker der Rechten kaum noch Wellen schlagen.
Wachsam bleiben
Deutschland braucht keine importierten Skandale – wir haben genug eigene. Doch statt sie aufzuarbeiten, wird weggeschaut, beschönigt oder sogar gefeiert. Die AfD und ihre Anhänger zeigen damit, was sie wirklich sind: eine Partei, die mit doppelten Standards regiert und für die Moral immer nur dann gilt, wenn sie politisch nützlich ist.
Wenn wir nicht aufpassen, wird diese Haltung irgendwann Normalität sein. Die USA sind das abschreckende Beispiel – doch es liegt an uns, zu verhindern, dass es hierzulande genauso kommt. Denn eines ist klar: Wer heute noch über Federau lacht oder ihre Vergangenheit als „Privatsache“ abtut, kann morgen nicht mehr überrascht sein, wenn Korruption und Kriminalität in der Politik zum Alltag gehören. Und das wäre das eigentliche Verbrechen.
Wie lange wollen wir noch zulassen, dass politische Verantwortung und persönliche Integrität zwei verschiedene Dinge sind? Und was sagt es über eine Partei aus, die lieber schweigt, als ihre eigenen Reihen zu säubern?