"Tainted Love" ist wohl der größte Synth-Pop-Track aller Zeiten. Er war bei meinem ersten Disco-Besuch zwar schon ein Oldie, kam mir jedoch als so ziemlich das Modernste vor, was in jener Vor-Techno-Zeit im Club zu hören war.
Die Originalversion von "Tainted Love" war nur in der englischen "Northern Soul"-Szene ein Hit und stammte von Marc Bolans amerikanischer Ehefrau Gloria Jones, die am Steuer saß, als der Mini des 30 Jahre jungen Glamrockers auf einer naßen Straße ins Schleudern kam und gegen einen Baum krachte.
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"Wherever I Lay My Hat" war mein Lieblingssong auf einer meiner ersten Casseten: "No Parlez" von Paul Young. Wirklich verstanden hatte ich den Text mit meinen Englischkenntnissen in der ersten Klasse Gymnasium nicht wirklich, aber es war ein schönes trauriges Lied.
Bin jetzt erst aktuell über die Originalversion von Marvin Gaye gestolpert. Ich bin eigentlich kein großer Marvin Gaye-Fan. Seine gehypten Alben wie "What's Going On" haben mich nie besonders berührt. "Wherever I Lay My Hat" ist etwas völlig Anderes, ein klassischer Motown-Uptempo-Song, der jedoch das auch von Smokey Robinson besungene Thema der gespielten Heiterkeit eines eigentlich todunglücklichen Mannes in Perfektion rüberbringt. Die Figur könnte auch gut der Papa von "Papa Was A Rolling Stone" sein. Der fröhliche Pop-Song mit dem eigentlich tieftraurigen Text ist ein absolut genialer Gegensatz.
Die englische Reggae-Band UB40 war 1983 mit "Red Wine" in der Hitparade. Ich entdeckte ein paar Jahre später auf einer Ska-Compilation eine ältere jamaikanische Version, die mir wesentlich besser gefiel.
Erst vor ein paar Jahren kam ich auf den Geschmack von Neil Diamond und fand auch das vermeintliche Ska-Original auf einer Platte des amerikanischen Soft-Rockers.